Fr., 11.03.2016

Mehrere Bauprojekte in der Stadt Stein auf Stein

 

  Foto: privat

Greven - 

In Greven wird gebaut. Reichlich, in jeder Form und Größe. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wurden am Donnerstagabend diverse Projekte vorgestellt, die die Investoren derzeit in der Pipeline haben

Von Peter Beckmann

An der Saerbecker Straße plant die Firma Ahaus auf dem Grundstück der ehemaligen Reifenfirma Fauth mehrere Wohn- und Geschäftshäuser mit insgesamt drei Ladenlokalen und etwa 32 Wohneinheiten (unsere Zeitung berichtete).

Entlang der Saerbecker Straße sollen drei Wohn- und Geschäftshäuser in dreigeschossiger Bauweise entstehen – abgestaffelt auf zwei Vollgeschosse zur Antonius­straße. Im Erdgeschoss werden die drei Baukörper durch einen überdachten Laubengang miteinander verbunden. Hier sollen jeweils Kleingewerbe- und Büroflächen entstehen. Ab dem ersten Obergeschoss sollen 17 Wohnungen – davon zehn öffentlich geförderte – entstehen.

Im hinteren Bereich des Grundstücks sowie zur Steenbergstraße soll eine zweigeschossige Bebauung – eventuell mit Staffelgeschoss – mit reinen Wohngebäuden entstehen.

Auf dem Grundstück Albachtstraße / Ecke Sachsenstraße ist ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt zehn Wohneinheiten angedacht. Die Wohnungen sollen zwischen 67 und 120 Quadratmeter groß sein, das Penthouse hat gar eine Wohnfläche von 210 Quadratmetern. Insgesamt soll das Gebäude dreigeschossig mit Dachgeschoss werden. „Das ist an dieser Stelle durchaus verträglich“, sagte Stadtplaner Christian Jakob. Und auch Jürgen Diesfeld (CDU) zeigte sich nicht ganz abgeneigt. „Das ist grenzwertig, aber nicht unanständig.“

„Wir müssen das ganze Viertel betrachten und schauen, welche Veränderungen da wünschenswert sind“, sagte Wolfgang Hoppe (Grüne). Denn sicherlich sei es notwendig, stadtnah weiteren Wohnraum zu schaffen.

Auch an der Montargis­straße soll weiter gebaut werden – und zwar auf dem Grundstück Ecke Paulusstraße, auf dem derzeit noch die ehemalige Kirche der Neuapostolischen Gemeinde steht. Die Gemeinde hat die Kirche schon länger aufgegeben und baut derzeit ein neues Gotteshaus an der Königstraße. Der „Vorhabenträger“ beabsichtigt, auf dem Baugrundstück ein Mehrfamilienhaus mit einer Tiefgarage zu errichten. Der gestaffelte Baukörper umfasst bis zu drei Geschosse plus Satteldach – was allerdings auf wenig Gegenliebe der Ausschussmitglieder stieß, denen das Gebäude zu wuchtig erschien.

Auch ein Bauvorhaben am Grünen Weg traf bei vielen Politikern auf wenig Gegenliebe. Auf dem Eckgrundstück zum Hansaring – hier stand früher die Gaststätte Fiege – soll ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten und einer Tiefgarage gebaut werden. Als Dachform wird ein Flachdach angedacht. Zudem sind entlang der Straße Kaup’s Esch zwei Doppelhäuser geplant, deren Gestaltung aber noch nicht näher vorgestellt wurden.

„Das Gebäude ist an dieser Stelle eindeutig zu massiv“, sagte Jürgen Diesfeld (CDU). An der Stelle würden ohne Probleme auch mehrere Doppelhäuser hinpassen. Moritz Hauschild (Linke) hatte weniger Probleme mit der Größe des Gebäudes. „Das geplante Gebäude ist lieblos und wenig ansprechend“, sagte er, traf aber auf den Widerspruch von Stadtplaner Christian Jakob. „Wir reden hier nicht über einen Plattenbau.“

Letztendlich werden alle Bauobjekte demnächst im Gestaltungsbeirat der Stadt diskutiert und nach dessen Empfehlung in den Ausschüssen weiter behandelt.

Diesen Weg muss ein weiteres Projekt, das kurz vorgestellt wurde, allerdings nicht gehen, da dort auf Basis eines bestehenden Bebauungsplans gebaut werden soll. Demnach entsteht an der Königstraße kurz vor dem Kreisel ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit insgesamt acht Wohneinheiten.

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