Fr., 11.03.2016

Stadt-Justitiar zum Hagebaumarkt „Stehen nicht an der Betonmischmaschine“

 

  Foto: Peter Beckmann

Greven - 

„Es gibt ein Planungsrecht, das beachtet werden muss – auch wenn 10 000 Leserbriefe dagegen stehen.“ Von der Politik gab es viel Unterstützung für die Haltung der Stadtverwaltung beim Thema Hagebaumarkt – aber auch Signale, dass man den Konflikt entschärfen will.

Von Peter Beckmann

Das Thema Hagebaumarkt war auch am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung ein Thema. Und Uwe Kunze, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und Recht bei der Stadtverwaltung, hatte Erstaunliches zu erzählen. „Schon am Eröffnungstag des Baumarktes vor knapp 20 Jahren wurden Verstöße gegen den Bebauungsplan festgestellt“, erklärte er und meinte damit die Tatsache, dass wohl schon damals Waren verkauft wurden, die nicht erlaubt waren.

„Auch danach passierte das immer wieder und immer wieder wurde der Betreiber auch aufgefordert, die unzulässigen Waren aus dem Sortiment zu entfernen“, erklärte Kunze den Politikern und den Zuschauern, zu denen auch der Geschäftsführer des Baumarktes, Karl-Heinz Steven, und einige Mitarbeiter gehörten.

Jürgen Diesfeld (CDU) bescheinigte der Verwaltung, richtig gehandelt zu haben. „Es gibt ein Planungsrecht, das beachtet werden muss – auch wenn 10 000 Leserbriefe dagegen stehen.“ Er sagte aber Steven und dessen Mitarbeitern auch Unterstützung zu. „Wir stehen hier nicht an der Betonmischmaschine, wir bemühen uns, mit Ihnen in ein Boot zu kommen“, sagte er.

Die Politik sei guten Willens und werde die Belange des Baumarktes und der Bürger auch in die planmäßigen Beratungen für das Einzelhandels- und Zentrenkonzept berücksichtigen.

Wolfgang Hoppe (Grüne) äußerte aber auch Kritik an dem Vorgehen der Verwaltung. „Sie haben uns in eine schwierige Situation gebracht, sie hätten bei so einer Angelegenheit die Fraktion im Vorfeld besser informieren sollen“, sagte er.

Und auch er meinte, dass der Hagebaumarkt, der sehr nah an der Innenstadt liege, anders betrachtet werden müsse. „Wir wollten schon vor zwei Jahren die Sortimentsliste diskutieren, aber das wollte die Mehrheit der anderen Parteien nicht“, sagte er und fordert genau dies für die kommenden Beratungen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3862103?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F