Fr., 03.03.2017

Heimatverein stellt sich im Rathaus vor Das Gedächtnis der Stadt

Die Plakatwände zeigen es: Der Heimatverein beschäftigt sich mit uralten Dokumenten in schwer leserlichen Schriften . . . 

Die Plakatwände zeigen es: Der Heimatverein beschäftigt sich mit uralten Dokumenten in schwer leserlichen Schriften . . .  Foto: oh

Greven - 

Die Vielfalt seiner Arbeitskreise präsentiert jetzt der Heimatverein im Rathaus – und erntete dicke Komplimente vom Bürgermeister.

Von Oliver Hengst

13 Stellwände, 13 Gelegenheiten, sich eingehend zu informieren. Und ebenso viele Gelegenheiten, sich selbst zu engagieren. Denn auch darum geht es dem Heimatverein, der am Donnerstag eine Ausstellung im Rathaus eröffnete: um Werbung in eigener Sache. Man will zeigen, wie vielfältig der Verein aufgestellt ist, welch wertvolle Arbeit geleistet wird – und Besucher zugleich dazu anregen, sich selbst einzubringen. Möglichkeiten gibt es genug, das wird beim Betrachten der Stellwände überdeutlich: Ob der Sachsenhof mit all seinen Aspekten, Film und Bild-Dokumente, Familienforschung, Textilgeschichte, Archäologie, Radtouren, Plattdeutsche Sprache – die Arbeitskreise bilden eine bunte Vielfalt ab.

Entsprechend hob Bürgermeister Peter Vennemeyer bei der Eröffnung – wohl auch wegen seines besonderen Bezuges zum Thema Bürgerengagement – auf die inhaltliche Bandbreite ab, die zugleich „viele Engagementbereiche abdeckt“. Klar war: Herzliche Einladung, beizutreten und mitzugestalten. Natürlich hatte der Heimatverein deshalb neben allerlei Info-Broschüren auch seine Beitrittsformulare ausgelegt.

Das Rathausfoyer sei „genau die richtige Stelle für die Ausstellung, denn dies ist auch der Ort, wo die vielen Neubürger aufschlagen“, sagte Vennemeyer. Auch die gelte es für die Arbeit des Heimatvereins zu begeistern – aber eben auch möglichst viele Alt-Grevener, von denen manche nicht im Detail wüssten, was der Verein alles leiste.

Wünschenswert natürlich: auch viele junge Menschen erreichen. „Mit Ihnen kann ich mich ja noch über die schönen alten Bilder hier unterhalten. Die Jungen kennen meistens nur noch Wikipedia“, ergänzte Vennemeyer. Ein möglicher Ausweg: Der Heimatverein nutzt die Alte Post auch als „Lernort“, mit dem man Schüler erreicht, wie Elisabeth Frische erläuterte. „Ich bin froh, dass es Sie gibt“, schloss Vennemeyer, „und dass Sie sich so engagieren. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, dass Sie viele weitere Mitstreiter finden, damit der Heimatverein weiter so lebendig bleibt wie er ist.“

Hermann-Josef Drexler, Vorsitzender des Heimatvereins, war begeistert: „Sie haben uns tief aus der Seele gesprochen.“ In aller Bescheidenheit stellte er fest, dass das Angebot des Heimatvereins „eine Bereicherung für Greven“ sei.

Hermann Runde führte abschließend durch die Ausstellung und gab einige Hinweise zu den einzelnen Arbeitskreisen.

Am meisten Beachtung fand im Übrigen eine Infosäule mit eingearbeitetem Display, auf dem eine Bilderschau zu sehen war. Die Fotos (Marktstraße, Hotel Fröhlich, Reckenfeld, Hansaviertel und vieles mehr) sind zum Teil erst 20 Jahre alt (auch seitdem hat sich viel getan), die ältesten stammen von etwa 1900. Für jeden ist Heimatgeschichte eben etwas anderes.

► Zu sehen ist die Ausstellung im Rathaus-Foyer zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum 30. März.

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