Mo., 17.07.2017

Rock-Konzert zum Ferienstart Jung, laut, einfach cool

Kreativkopf mit Humor und Gefühl: der Grevener Jan-Paul Hetzel.

Kreativkopf mit Humor und Gefühl: der Grevener Jan-Paul Hetzel. Foto: Stefan Bamberg

Greven - 

Die Rocknacht von Musikschülern am Freitagabend im Kesselhaus, für manche seiner Talente ist sie der erste Auftritt vor größerem Publikum. Für alle Musikfreunde entpuppt sie sich derweil als echtes Erlebnis: flott, vielseitig, handgemacht – mit Bands und Solo-Künstlern von hier.

Von Stefan Bamberg

Lieder schreiben? Das ist wohl ein bisschen wie die Tüte Chips vorm Fernseher. Akutes Suchtpotenzial. „Mit dem ersten eigenen Song“, glaubt Peter Schilmöller, „fängt man Feuer.“ Schilmöller ist an der Musikschule Lehrer für fast alles, was Saiten hat: Gitarre ist gut, mit Bass ist’s noch besser – dazu noch ein eigener Text? „So kann man mit Musik etwas erzählen“, meint Schilmöller.

Seine Schützlinge ermuntert er zum Schreiben – und bietet ihnen zum Ferienstart eine Bühne. Die Rocknacht am Freitagabend im Kesselhaus, für manche seiner Talente ist sie der erste Auftritt vor größerem Publikum. Für alle Musikfreunde entpuppt sie sich derweil als echtes Erlebnis: flott, vielseitig, handgemacht – mit Bands und Solo-Künstlern von hier.

„Lost Wire“ aus Emsdetten setzen den Startschuss – mit ihrem erst zehn Jahre alten Drummer haben sie den allerneuesten Newcomer am Start. Jan-Paul Hetzel macht bald Abi – er war 13, als ihn das Songwriter-Virus erwischte. Mit Locken-Wuschel-Kopf und Karohemd passt er zwar optisch super in die Giesinger-Bendzko-Schweighöfer-Fraktion. Seine Texte jedoch kommen deutlich erfrischender daher als diese etwas wehleidige neue Deutsch-Poesie. Und: Er spielt wirklich klasse Gitarre. „Boah, bist Du gut!“, raunt Hetzel einfach nur – und hat damit doch eigentlich alles gesagt, was in eine perfekte gesungene Liebeserklärung gehört. Hetzels treue Fans – gefühlt ist seine halbe Stufe am Start – sind zu Recht begeistert. Könnte gut sein, dass dieser talentierte Songwriter eines Tages für Furore sorgt.

Apropos Furore: „Jetzt ist Schluss mit Akustik“, kündigt Peter Schilmöller an – und verspricht nicht zu viel: „Mental Breakdown“ steigen als letztes in den Ring: Melodischer Hardrock mit tollen Riffs – beim Betriebsfest nebenan im Ballenlager wackeln jetzt sicherlich die Wände. Jung, laut, einfach cool. Da möchte man als Rockfan glatt einsteigen – brauchen die vielleicht noch einen für die Luftgitarre? Ruckzuck neigen sich zwei Stunden dem Ende zu.

Auch Musiklehrer Schilmöller zeigt zwischendurch übrigens mal, was er musikalisch so macht. Im Duo mit Bianca Körner präsentiert er kreativen Deutsch-Pop für alle Stimmungslagen: „Frei, so frei…“, singt Körner im Refrain von „Ich und mein Blatt Papier“.

Frei, so frei? Na ja, zumindest für sechs Wochen. Schöne Ferien!

Fotostrecke: Rockkonzert der Musikschüler zum Ferienschüler

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