So., 03.09.2017

Große Herbstübung der Feuerwehr Smartphone-Gaffer hätten fast echten Unfall verursacht

Hier konnten  sich die Zuschauer überzeugen, dass die Feuerwehr notfalls rasch helfen kann.

Hier konnten  sich die Zuschauer überzeugen, dass die Feuerwehr notfalls rasch helfen kann. Foto: Alfred Riese

Greven/Schmedehausen - 

Eng wurde es stellenweise auf dem Gelände der Tankstelle Jochmaring in Schmedehausen – am Samstagnachmittag eine zusätzliche Herausforderung für die Feuerwehr bei der Herbstübung aller Löschzüge. Das Szenario hatte es in sich.

Von Alfred Riese

Wer als Zuschauer gekommen war, konnte ganz nah heran und die Arbeit der 65 Einsatzkräfte aus Westerode, Reckenfeld, Gimbte, Greven-Stadt und Schmedehausen hautnah mitzuerleben. Weniger schön die Beobachtung, von der Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) berichtete: Ein immer langsamer werdendes Auto auf der Schmedehausener Straße hätte beinahe einen echten Unfall verursacht, während Insassen ihre Smartphones für Aufnahmen des vermeintlichen Einsatzes in den Händen hielten. Für Vennemeyer „verrückt, was da passiert“. Dagegen war der Porschefahrer, der noch tanken wollte, als die Martinshörner schon zu laut zum Überhören waren, harmlos.

Was sich die Übungsplaner des Schmedehausener Löschzugs für ihre Kollegen ausgedacht hatten: Unfall im Sägewerk hinter der Tankstelle, es brennt und qualmt, mindestens eine Person wird vermisst; obendrauf hinter dem Gebäude ein Auto, dessen Fahrer vom Qualm irritiert die Kontrolle verlor, das sich überschlug und gegen ein Trafohäuschen prallte. Die Problemlage: Bergen der am Ende drei Vermissten, die Tankstelle mit ihrem Flüssiggastank war vor den Flammen schützen, den Fahrer des total zerquetschten Autos freischneiden und das kleine Kind finden, das aus dem Kindersitz geschleudert worden sein könnte. Weitere Komplikation: Wasserentnahme aus einem Bach, der gar nicht genug Wasser führte.

Der Löschzug Schmedehausen rollte, natürlich, als erster aufs Übungsgelände. Die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz waren trotz der kurzen Anfahrt schon bereit, nur wenige Minuten nach dem Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Greven im verqualmten Gebäude und kurz später mit dem Unfall-Dummy wieder draußen.

Da regnete schon längst das Löschwasser von beiden Seiten auf das Dach der Halle, vorerst aus den Fahrzeugtanks. Während das Einrichten der Wasserentnahme linker Hand schnell ging, mussten die Einsatzkräfte rechts, Richtung Hegemanns Damm, zuerst einen provisorischen Damm aus Brettern im Bachbett bauen, um das Wasser hoch genug für das Ansaugrohr zu stauen.

Feuerwehrleiter Matthias Wendker und sein Stellvertreter Reinhard Holt bescheinigten bei der Manöverkritik im Schmedehausener Gerätehaus: „Alles gut gelaufen.“

„Es ist immer gut zu sehen und beruhigend zu wissen, wie kompetent und schnell die Feuerwehr mit solchen Anforderungen fertig wird“, stellte Bürgermeister Peter Vennemeyer fest.

Fotostrecke: Große Herbstübung der Feuerwehr Greven

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