Fr., 13.10.2017

Schnelles Internet für Gimbte Selbermachen mal wieder gefragt

Nur wenn alle an einem Strang ziehen, stehen die Chancen für schnelles Internet in ganz Gimbte gut, glaubt Ingmar Ebhardt, Experte von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WESt des Kreises.

Nur wenn alle an einem Strang ziehen, stehen die Chancen für schnelles Internet in ganz Gimbte gut, glaubt Ingmar Ebhardt, Experte von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WESt des Kreises. Foto: dpa

Gimbte - 

Die Letzten werden auch in Gimbte die Ersten sein, wenn es um schnelles Internet geht. Denn nur wer ein ganz lahmes Netz hat, kommt in den Genuss von Fördermitteln. Es gibt aber Möglichkeiten, das ganze Dorf ans schnelle Netz zu bringen. Ein Experte verriet jetzt, was die Dorfgemeinschaft tun kann.

Von Monika Gerharz

Die Letzten werden die Ersten sein: Der alte biblische Spruch wird demnächst auch für Gimbte gelten. Denn in den Häusern, die heute Kaffee kochen können, während sie ein Foto übers Internet wegschicken, wird es in absehbarer Zeit Glasfaser geben – das schnellste, was derzeit an Datenleitungen angeboten wird. Entsprechende Förderanträge sind von der Stadt gestellt. „Alles, was unter 30 Mbit/s ist, ist förderfähig“, betonte Ingmar Ebhardt, Experte für Datenleitungen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, am Mittwoch vor dem Bezirksausschuss Gimbte. Im Ortsteil werden davon immerhin 77 Häuser vor allem in den Außenbezirken profitieren.

Der Ortskern allerdings – insgesamt 252 Häuser – wird sich die nächsten Jahre mit der bisherigen mittelmäßigen Geschwindigkeit, die durch eine Förderung 2014 erreicht worden ist, abfinden müssen. Ob die Telecom in Gimbte ihr Netz durch Vectoring in absehbarer Zeit wie andernorts aufpeppen könne und wolle, sei vor allem wegen rechtlicher Hindernisse eher zweifelhaft, meinte Ebhardt. Erst 2021, wenn die Förderung auslaufe, seien Änderungen wahrscheinlich. Ebhardt: „Dann ist Nachrüstung möglich.“

Allerdings, das betonte der Experte, gebe es vielleicht einen Ausweg, um doch auch im Dorf an schnelles Internet zu kommen: Dass nämlich die Gimbter die Sache wieder einmal selbst in die Hand nehmen. „Liegt in den Außenbezirken Glasfaser, dann müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn man nicht entsprechend trommeln und genügend Interessenten zusammen bringen könnte, um auf eigene Rechnung Glasfaser in den Ort zu bringen“, empfahl Ebhardt Verhandlungen mit künftigen Anbietern. Gerade in kleinen Orten seien solche Lösungen am besten machbar, da man sich untereinander kenne. „Da ist man Orten wie Greven haushoch überlegen.“

Die Gimbter hörten die Botschaft mit einiger Befriedigung. „Wichtig war es für uns zu erfahren, dass wir Perspektiven haben“, sagte Ausschussvorsitzender Johannes Wilp.

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