Do., 12.10.2017

Beratungsangebot der Polizei Weil jeder Einbruch einer zu viel ist

Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit.

Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit. Foto: nn

Greven - 

Einbrüche verursachen nicht nur materielle Schäden, sind können auch sehr verstörend für die Opfer sein. Wie man sich vor solchem Ungemach schützen kann, darüber informiert am Freitag die Polizei im Rathaus.

Von Oliver Hengst

Vorsicht vor Statistiken! Selbst die Polizei warnt, die von ihr herausgegeben Zahlen „mit Vorsicht“ zu genießen – liefert die Erklärung aber immerhin gleich mit.

Die Zahlen sagen dies: In den ersten acht Monaten des Jahres 2017 habe es in Greven 82 Einbrüche gegeben, im selben Zeitraum des Vorjahres nur 33. Das entspräche einem Anstieg von rund 150 Prozent.

Doch gemach – die Zahlen kommen auf eine ganz bestimmte Weise zustande: Die Polizei führt eine so genannte Ausgangsstatistik. Heißt: Sobald die Polizei einen Einbruchsfall an die Staatsanwaltschaft abgibt, findet dieser Fall Eingang in die Statistik – auch wenn er zum Teil viele Monate früher stattgefunden hat. So kommt es, dass viele Fälle von Einbrüche, die einem Trio zur Last gelegt, das sich derzeit vor dem Landgericht verantworten muss (unsere Zeitung berichtete erst gestern), in den ersten acht Monaten des Jahres 2017 statistisch erfasst wurden, obwohl die Taten real in 2016 und zum Teil sogar schon 2015 verübt wurden. Und schwups – steht für die ersten acht Monate des Jahres 2017 ein rasanter Anstieg der Zahlen in der Tabelle.

Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreis-Polizei weiß: Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 wurden 54 Einbrüche in Greven gezählt, ein Gutteil davon dürfte aber auf das Konto der erwähnten Bande gehen, die wie gesagt diese Taten deutlich früher begangen haben soll.

Ziehe man diese Taten für 2017 ab und transferiere man sie ins Jahr 2016 (wo sie überwiegend hingehören) so komme man für beide Jahre auf realistischere Zahlen.

„In Greven ist es im Moment eigentlich ruhig“, hat er sich von Kollegen aus dem zuständigen Dezernat berichten lassen. Die lokalen Einbruchszahlen entsprächen dem „normalen Maß“.

Gleichwohl – jeder Einbruch ist aus der Sicht der Betroffenen einer zu viel. Daher klärt die Polizei aktuell im Rahmen der Kampagne „Riegel vor“ darüber auf, was Hausbesitzer und Wohnungsinhaber tun können, um sich zu schützen.

Am heutigen Freitag, 13. Oktober, ab 10 Uhr geben Polizei-Beamte im Rathaus Greven Informationen zum Einbruchschutz und bieten zudem eine so genannte sicherheitstechnische Beratung, die als Gruppenberatung angeboten wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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