Di., 14.11.2017

Serie Ausbildung: Duales Studium bei Fiege Programmierter Wechsel

Blick auf den FMO-Airport: Von ihrem derzeitigen Büro aus kann Milena Schröder ziemlich weit ins Tecklenburger Land rübergucken.

Blick auf den FMO-Airport: Von ihrem derzeitigen Büro aus kann Milena Schröder ziemlich weit ins Tecklenburger Land rübergucken. Foto: Günter Benning

Greven - 

Milena Schröder studiert und absolviert eine Ausbildung. Bei Fiege ist das normal. Und sie genießt den ständigen Wechsel.

Von Günter Benning

Davon können andere Studenten nur träumen: Wenn Milena Schröder (20) ins Seminar geht, um zu studieren, sitzt sie mit zwölf anderen im Raum. „Sehr klar strukturiert“, findet sie ihr Studium, „wir bleiben in der Gruppe bis zum Bachelor.“

Andererseits studiert Milena Schröder auch, wenn andere Studenten noch träumen: freitags und samstags, jeweils ab 8 Uhr morgens. Den Rest der Woche arbeitet sie als Auszubildende bei Fiege. Das Duale Studium macht der Reckerin trotz Sechs-Tage-Woche und Frühaufstehen, „wirklich Spaß“.

Ihr Wirtschaftsabitur hat Milena Schröder an der Hübertschen Handelsschule in Hopsten absolviert. Danach ist sie für ein Erasmus-Jahr nach Ungarn gegangen – ein freiwilliges soziales Praktikum.

Danach war ihr klar: Wenn sie studiert, dann muss es etwas Praktisches sein. Die Firma Fiege hatte sie vorher schon bei einem Ferienjob in Ibbenbüren kennengelernt. Milena Schröder: „Ich fand das interessant, die große Lagerhalle, die ganze Organisation dahinter.“

Jetzt arbeitet sie dort, wo das Logistik-Unternehmen gesteuert wird. Derzeit sitzt sie in der Abteilung „Engineering/Consulting“, beschäftigt sich mit neuen Lagertechniken, innovativen Projekten. „Man muss viel lesen“, sagt sie, „aber dann kann man auch viel machen.“ Aktuell hat sie sich mit einem Projekt für fahrerlose Transportfahrzeuge befasst: „Das war interessant.“

Ihre Ausbildung allein ist schon voller Varianten. Neun Stationen erleben die Dualen Studenten im Laufe ihrer Ausbildung. Wohin sie wollen, dürfen sie selbst entscheiden. Milena Schröders nächste Station: Das Logistikzentrum in Ibbenbüren, heimatnah.

Studiert wird derweil in Münster, bei der IHK, im Juridicum oder an anderen Orten. Am Ende wird Milena Schröder Kauffrau für Büromanagement sein – und ihren Betriebswirt VBA in der Tasche haben.

„Was wir studieren“, sagt sie, „kann man auch in der Praxis gebrauchen.“ Das führt zu Aha-Erlebnissen.

Mitunter wird kritisiert, das VBA-Studium sei verengt – und nur auf die Betriebe ausgerichtet. Milena Schröder glaubt das nicht. Auch anderswo könne man damit arbeiten. Für Fiege ist allerdings wichtig, dass die eigenen Azubis auch im Haus bleiben. „Da gibt es einige Beispiele, dass VBA-Absolventen recht ordentliche Positionen haben“, sagt Schröder. Bis zur Assistenz in der Geschäftsleitung.

Trotz Studium und Ausbildung, Milena Schröder bleibt noch Freizeit. „Ich gehe joggen – und bin ehrenamtlich für das Steinbecker Ferienlager tätig.“

Zum Thema

Das verdient man: 1. Ausbildungsjahr ca. 750 Euro, 2. Jahr ca. 850, 3. Jahr ca. 1000 Euro. Einstiegsbedingung: Abitur oder Fachabitur.

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