Einbruchsserie
Hohe Haftstrafe für Seriendiebe

Greven/Münster -

Drei Männer, die unter anderem für Einbrüche in Greven verantwortlich sind, sind jetzt zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Samstag, 13.01.2018, 16:01 Uhr

Landgericht in Münster.
Landgericht in Münster. Foto: dpa

Als ihr Existenzaufbau in Deutschland scheiterte, verschafften sich die Männer eine andere Einnahmequelle. In einer fast beispiellosen Serie brachen sie innerhalb von vier Monaten bundesweit ist knapp 50 Wohnungen ein und machten reichlich Beute. Auch in Greven.

Das Trio im Alter von 24 bis 47 Jahren (zwei Albaner, ein Italiener), das sich seit September vor dem Landgericht zu verantworten hatte, erfährt jetzt die juristische Konsequenz: Die Strafkammer schickte die Männer wegen Wohnungseinbruchdiebstahls und schweren Bandendiebstahls in 30 Fällen, für vier Jahre drei Monate, sechs und sechseinhalb Jahre hinter Schloss und Riegel. Zudem müssen die Männer 70 000 Euro aus dem Gewinn zurückzahlen.

Mit dem Urteil blieb die Kammer bei den Albanern unter der Forderung der Staatsanwältin. Für den 47-jährigen Angeklagten fiel das Urteil hingegen höher aus. Das Urteil basierte auch auf Funkzellenauswertungen, Werkzeugspuren und Geständnissen der Täter.

„Wir haben das Tat- und Schuld-angemessen gewürdigt, was wirklich nachzuweisen ist,“ sagte der Vorsitzende. In dem 42-jährigen Angeklagten sah das Gericht nicht den Boss- wohl aber den Erfahreneren.

Die Täter agierten von Hamm aus. Tagsüber fuhren sie in Wohngebiete kleinerer Orte -nahe der BAB A 1, um geeignete Objekte zu finden. Im Schutz der Dunkelheit kehrten sie zurück. Am Januar 2017 brachen in mehrere Wohnungen in Lengerich, Greven und Lotte ein. Im März 2017 weihten die beiden Männer den Italiener in ihre Pläne ein, bundesweit Wohnungseinbruchsdiebstähle zu begehen. Diesem Vorhaben schloss sich der 47-Jährige an. Er fuhr überwiegend den PKW zu den weiteren Tatorten. Dabei machten sie auch schon mal Beute im fünfstelligen Bereich. Goldschmuck und andere Sachen wurden verkauft. Den Erlös teilten sie untereinander auf.

Bei der Urteilsfindung würdigte die Kammer das Geständnis der Angeklagten, das zur Verkürzung des Verfahrens beigetragen hatte. Erschwerend schlug dagegen der hohe Beuteschaden sowie zum Teil einschlägige Vorstrafen zu Buche. „Ich bitte um eine milde Strafe. Ich möchte zurück zur Familie“, sagte ein Angeklagter. Das Urteil nahmen die Täter reglos entgegen.

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