Hansa-Zentrum ist fertig
Die Tür steht offen

Greven -

Neu renoviert. Aber es sieht noch unfertig ist. Aber so soll es sein im Zentrum im Hansaviertel. Die Jugendlichen sollen sich ihr Haus selbst gestalten.

Dienstag, 16.01.2018, 06:01 Uhr

Catja Hebben, Julia Schütte, Irmgard Hellmann de Manrique und Georg Dodt freuen sich auf die Eröffnung der Begegnungsstätte Hansaviertel am Wochenende.
Catja Hebben, Julia Schütte, Irmgard Hellmann de Manrique und Georg Dodt freuen sich auf die Eröffnung der Begegnungsstätte Hansaviertel am Wochenende. Foto: Peter Beckmann

Gut, dass bei dem Pressegespräch keiner der Handwerker dabei war. Und auch gut, dass der Kämmerer nicht zugegen war. Denn: Die einen hätten Georg Dodt wahrscheinlich gelyncht, der Kämmerer hätte vermutlich Schnappatmung bekommen. Denn: Als der Leiter des Fachteams Jugendarbeit zum ersten Mal wieder in die Begegnungsstätte Hansaviertel kam, meinte er: „Hat sich gar nicht soviel geändert.“ Eines ist zumindest anders: Es riecht hier förmlich nach neu.

Jeder der will, kann sich davon überzeugen. denn am Sonntag ab 14 Uhr sind die Türen für Jedermann geöffnet. Und wer die diversen Reden überlebt, kann sich das Haus, seine Räume anschauen und sich mit den Nutzern austauschen.

Über zwei Jahre ist es her, als die Begegnungsstätte relativ schnell geräumt werden musste, weil die Stadt Greven dringend Platz für Flüchtlinge brauchte. Das ging damals nicht ohne Misstöne über die Bühne, weil die Jugendlichen sich überrumpelt fühlten. Die Notwendigkeit an sich sahen sie voll ein und begrüßten die ersten Flüchtlinge als neue Bewohner des Hauses. Inzwischen hat sich die Lage bekanntlich entspannt. Das Zentrum wurde komplett – vor allem energetisch – renoviert und umgebaut.

Jetzt ist wieder Platz für die Cliquen-Räume, für die Probe-Räume, für die Musikbox, eine Art Tonstudio. Auch die Awo, die Schachfreunde und der russische Chor Harmonie können wieder Räume nutzen. Neu ist der Bereich für das Koordinationsteam Integration in Persona von Julia Schütte und Irmgard Hellmann de Manrique. Die beiden bieten offene Sprechstunden für Geflüchtete an, haben bereits ein erstes Angebot unter dem Titel Mitmachen, Mitreden initiiert.

All diese Menschen und Gruppen werden zur Eröffnung ihren Teil beitragen, sei es durch Aufführungen, Musik oder einem leckeren Büfett.

Für die Jugendlichen wird aber sicherlich das Konzert am Samstagabend der Höhepunkt sein. Der sehr erfolgreiche Rapper Eko Fresh – „Wie, den kennen Sie nicht?“, fragt Georg Dodt – wird ab 20 Uhr ein Konzert geben, für das auch noch Karten zu bekommen sind.

Alles in allem sieht es in der Begegnungsstädte noch sehr provisorisch aus. „Mit Absicht“, erklärt Catja Hebben vom Team Mobile Jugendarbeit Hansaviertel. Denn: „Die Kinder und Jugendlichen sollen bei der Gestaltung der Räume mitsprechen können.“

Spätestens dann wird Georg Dodt sehen, dass sich jede Menge in der Begegnungsstätte verändert hat . .

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