Erich-Kästner-Schule
Provisorium für den Übergang

Reckenfeld -

Der Abriss des Altbau-Teils der Reckenfelder Grundschule ist beschlossene Sache. Er soll einem Neubau an gleicher Stelle weichen. Das haben am Mittwochabend die Mitglieder des Betriebsausschusses einstimmig abgesegnet und damit den Grundsatzbeschluss des Schulausschusses bestätigt.

Freitag, 23.02.2018, 08:02 Uhr

Der ältere Gebäudeteil der Erich-Kästner-Grundschule diente früher als Verwaltungsgebäude des damaligen Munitionsdepots, aus dem später die Siedlung Reckenfeld entstanden ist.  
Der ältere Gebäudeteil der Erich-Kästner-Grundschule diente früher als Verwaltungsgebäude des damaligen Munitionsdepots, aus dem später die Siedlung Reckenfeld entstanden ist.   Foto: Rosemarie Bechtel

Wie Aloys Wilpsbäumer (Leiter Technische Betriebe) betonte, soll noch vor den Sommerferien der Text der Auslobung eines Wettbewerbes beschlossen werden. „Wir konnten bislang nicht anfangen, weil uns die personellen Kapazitäten fehlten.“ Der Engpass sei durch eine Stellenbesetzung behoben worden. „Wir wollen dieses Projekt jetzt vorantreiben.“ Man nutze bewusst das Instrument eines vorgeschalteten Architektenwettbewerbes. Es gebe bereits Vorüberlegungen, die in diesem Rahmen noch präzisiert werden müssten: etwa die Option, den zweigeschossigen Neubau später um eine dritte Etage zu erweitern sowie die multifunktionale Nutzbarkeit einiger Räume (zum Beispiel für das Blasorchester).

Peter Borggreve (Grüne) mahnte an, dass die Schulgemeinde und das Schulamt in die Planungen einbezogen werden, damit auch pädagogische Anforderungen an den Neubau berücksichtigt werden. Er habe den Eindruck, dass vor allem technische Dinge dominierten. „Keineswegs, das ist eher umgekehrt“, erwiderte Wilpsbäumer. „Das Schulamt koordiniert den Planungsprozess.“

Fehlende Räume sollen für die Übergangszeit nach Absprache mit der Schule durch ein Provisorium ersetzt werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass der Wettbewerb (Kosten: rund 60 000 Euro) und das Vergabeverfahren bis Ende 2018 abgeschlossen ist. Bis zum Sommer 2020 soll dann ein zweigeschossiger Neubau mit Mensa, Fachräumen, Lehrerzimmer, zwei Klassenräumen und einem so genannten Tandemraum für die Nachmittagsbetreuung auf insgesamt 1300 Quadratmetern entstehen.

Hintergrund der Neubaupläne sind steigende Schülerzahlen, die der Erich-Kästner-Gemeinschaftsrundschule voraussichtlich eine dauerhafte Vierzügigkeit bescheren, sowie eine ebenfalls weiter steigende Nachfrage nach OGS-Plätzen.

Für Abriss und Neubau sind zusammen 4,5 Millionen Euro im Haushalt reserviert. Der Neubau ist nach Überzeugung der Verwaltung besser als eine Sanierung des Altbaus, da dieser „nachteilige Gebäudestrukturen“ und „bauphysikalische Mängel“ aufweise.

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