Wertstoffhof
Einer für alles

Greven -

Anfang 2020 könnten die Grevener die ersten Abfälle dort abgeben: im neuen Wertstoffhof, der auf einem Grundstück an der Straße Up´n Nien Esch entstehen soll. Der Betriebsausschuss beschloss, dass Pläne erstellt und Genehmigungen eingeholt werden sollen (bei vier Enthaltungen der CDU).

Samstag, 24.02.2018, 13:02 Uhr

So könnte es in einigen Jahren aussehen: Der neue Wertstoffhof ist im nördlichen Teil des Grundstücks geplant. Die Anfahrt soll von oben (Straße „Zum Wasserwerk“) erfolgen, die Abfahrt ebenfalls, alternativ über eine Einbahnstraße (rechts am weiß gekennzeichneten Gelände entlang).  
So könnte es in einigen Jahren aussehen: Der neue Wertstoffhof ist im nördlichen Teil des Grundstücks geplant. Die Anfahrt soll von oben (Straße „Zum Wasserwerk“) erfolgen, die Abfahrt ebenfalls, alternativ über eine Einbahnstraße (rechts am weiß gekennzeichneten Gelände entlang).   Foto: Stadt Greven

Auf dem ehemaligen Edeka-Areal soll in direkter Nachbarschaft zum neuen Raiffeisen-Standort (unsere Zeitung berichtet) das entstehen, was auch Sicht der Stadtverwaltung zeitgemäß und zukunftsfähig ist: eine zentrale Anlaufstelle für Bürger, die Abfälle (oder eben Wertstoffe) loswerden wollen. Neben Sperrmüll und Grünabfällen können Grevener dort künftig auch Elektroschrott, Bauschutt, Glas, Altholz, Kabel und weitere Stoffe abgeben. Auch das Schadstoffmobil wird dort bisweilen Station machen.

Einer von mehreren Gründen für die Planung eines Neubaus: die zum Teil chaotischen Verkehrsverhältnissen während der Grünabfallsammlung am jetzigen Standort an der Saerbecker Straße. Auf dem neuen Gelände werde man die Verkehrsströme deutlich besser handhaben können, sagte Aloys Wilpsbäumer (Leiter der Technischen Betriebe) im Ausschuss. „Das ist das größte Problem, das wir derzeit haben: die Verkehrsführung.“ Denkbar sei, dass die Zufahrt (wie anderenorts üblich) mit einer Ampel oder einer Schranke geregelt werde, um Staus auf dem Gelände zu verhindern. Das setzt jedoch voraus, dass die Zufahrt über die Straße Zum Wasserwerk realisiert wird und nicht etwa von der Straße Up`n Nien Esch aus. „Diese Straße verträgt keinen Rückstau. Das ist die Rettungsausfahrt der Malteser“, verdeutlichte Wilpsbäumer.

Die Straße Up`n Nien Esch sei ohnehin schon durch Lieferverkehr stark belastetet. Daher der Vorschlag, den Wertstoffhof über die Straße Zum Wasserwerk zu erschließen (südlich der Autohäuser Kiffe und Jarvers). Ob Nutzer auch wieder denselben Weg zurück nehmen müssen oder über eine Einbahnstraße, die sich östlich de Geländes entlangschlängelt, wieder auf die Saerbecker Straße gelangen, muss noch geklärt werden.

Auf keinen Fall sollen sie direkt auf die Kreuzung Saerbecker Straße / Up`n Nien Esch / Hansring geleitet werden. Für diesen Knoten brachte Wilfried Roth (FDP) einen Kreisverkehr ins Spiel. „Durchaus denkbar“ sagte Wilpsbäumer dazu. Jedoch habe ein solcher erstmal nichts mit dem Wertstoffhof zu tun.

Grundsätzliche Probleme mit dem Wertstoffhof hat die CDU . Eike Brinkhaus bekannte: „Wir tun uns schwer mit dem Vorschlag.“ Fraktionskollege Josef Wilp erkundigte sich, ob ein Privatunternehmen als Betreiber in Frage komme. Nein, entgegnete Wilpsbäumer. Der Betreib sei für Unternehmen „nicht ertragreich“, eine Subventionierung sei unumgänglich. Er stellte aber auch klar: „Die Logistik wird komplett vergeben.“

Langfristig soll auch der Betriebshof samt Verwaltungsgebäuden, Fuhrpark und Lagern an den Standort wechseln. „Der Wertstoffhof kann aber auch schon in Betrieb gehen ohne die Verlagerung des Bauhofes.“ Man müsse dann allerdings einige Kompromisse eingehen.

Für den Bau des Wertstoffhofes sind 1,5 Millionen Euro vorgesehen, für den Bauhof weitere 4,6 Millionen. Der bisherige Standort könnte für Wohnbebauung genutzt werden.

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