Anmeldewoche an weiterführenden Schulen
Gymnasium setzt auf Ausnahmeregelung

Greven -

155 Anmeldungen am Gymnasium, 101 an der Anne-Frank-Realschule: Mit dem Ergebnis der Anmeldwoche können beide Schulen gut leben. Am Gymnasium sind allerdings noch Gespräche nötig, wie man mit der Zahl umgeht. Eigentlich kann die Schule nur 150 neue Fünfer aufnehmen.

Sonntag, 25.02.2018, 15:02 Uhr

Sowohl Gymnasium als auch Anne-Frank-Realschule sind mit dem Ergebnis der Anmeldwoche und der Resonanz sehr zufrieden.
Sowohl Gymnasium als auch Anne-Frank-Realschule sind mit dem Ergebnis der Anmeldwoche und der Resonanz sehr zufrieden. Foto: dpa

155 Anmeldungen für die fünften Klassen, die im Sommer gebildet werden, zählte das Gymnasium Augustinianum in der vergangenen Woche. Das sind fünf mehr, als die Schule aufnehmen kann – eigentlich. „Wir versuchen nun, über Gespräche eine Lösung zu finden“, sagte Schulleiter Dr. Volker Krobisch auf Anfrage. Gespräche mit dem Schulträger und der Bezirksregierung, die zum Ziel haben sollen, per Ausnahmeregelung die Klassenstärke auf 31 Kinder anzuheben. Dann wären die Plätze im fünfzügigen Fünferjahrgang genau passend – nämlich 155.

Im Zuge der Anmeldegespräche habe man auch schon Gespräche mit Eltern geführt, denen man die Anmeldung an einer anderen Schule nahgelegt habe. „Sonst hätten wir noch mehr Anmeldungen“, verdeutlicht Krobisch.

Die hohe Zahl der Anmeldungen (Vorjahr: 129) wertet Krobisch als Beleg des guten Angebotes des Augustinianums. Man selektiere nicht, sondern fordere und fördere. Dieses Prinzip habe man strukturell im Unterricht verankert. Und, ja: auch G9 habe sicherlich seine Wirkung gezeigt. „Die Rückkehr zu G9 hat sicher Ängste vor dem Gymnasium genommen. Die waren zwar unbegründet, aber es gab sie.“

Unter den 155 Angemeldeten sind auch 14 von außerhalb – was im Rahmen des Üblichen liege. Es habe auch eine starke Nachfrage nach dem bilingualen Angebot gegeben.

„Wir sind sehr zufrieden mit der guten Resonanz.“ Mit dem Problem des leichten Anmeldüberhangs setzte man sich vergleichsweise gern auseinander. „Vor den Osterferien schicken wir die Aufnahmebescheide raus“, sagt der Schulleiter zu.

So lange müssen Eltern, die ihre Kinder an der Anne-Frank-Realschule angemeldet haben, nicht warten: sie erhalten schon kommende Woche Post. Und zwar ausnahmslos positive. „Wir werden im kommenden Schuljahr 101 Kinder im fünften Jahrgang beschulen“, sagt der stellvertretende Leiter der AFR, Andreas Sornig. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir wieder vierzügig sind.“ In der Anmeldewoche sei deutlich geworden, dass viele sich bewusst für die Realschule entschieden hätten. Sie hätten beim Tag der offenen Tür die sehr familiäre Atmosphäre kennen und schätzen gelernt.

Unter anderem sieben Schüler aus Ladbergen (in den Vorjahren eher seltene Gäste an der AFR) trugen zum guten Anmeldeergebnis bei. Eltern zweier Kinder mit einer Hauptschulempfehlung habe man geraten, an der Gesamtschule nachzufragen. Zum Teil seien den Eltern die Möglichkeiten, die die Gesamtschule biete, nicht bekannt gewesen. Darüber gebe es unter den 101 neuen Fünfern acht Kinder mit eingeschränkter Realschulempfehlung. „Alle passen sehr gut an die Realschule“, sagt Sornig.

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