Selbstbehauptung für Vorschulkinder
Gestärkt für den weiteren Weg

Reckenfeld -

Um den 22 Jungen und Mädchen, die im Sommer die Kita in Richtung Schule verlassen, den Wechsel zu erleichtern, hat die Villa Kunterbunt für ihre Vorschulkindern ein Selbstbehauptungstraining organisiert.

Dienstag, 17.04.2018, 19:04 Uhr

Der Wechsel in die Grundschule – für Kinder ein Riesen-Entwicklungsschritt. Einer, der – bei aller Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt – auch mit Unsicherheiten, Sorgen, gar Ängsten verbunden sein kann. Schließlich sind die Vorschulkinder in der Kita momentan die Großen, in der Schule werden sie wieder die Kleinsten sein. Klar, dass sie sich Fragen stellen. Was kommt im neuen Umfeld auf mich zu, was wird gefordert, wie komme ich mit den Mitschülern klar?

Um den 22 Jungen und Mädchen, die im Sommer die Kita in Richtung Schule verlassen, den Wechsel zu erleichtern, hat die Villa Kunterbunt für ihre Vorschulkindern ein Selbstbehauptungstraining organisiert. Möglich machte dies auch die finanzielle Unterstützung von Sponsoren. Heinz-Jürgen Schölzke (Rotary Club) und Wilhelm-Christian Ottenjann (Kreissparkasse) ließen es sich nicht nehmen, beim Abschluss des zehnwöchigen Seminars dabei zu sein und jedem Kind zu applaudieren, das mit Urkunde und Armband ausgestattet wurde.

Mattes Koormann von der evangelischen Jugendhilfe Münsterland hat das Seminar geleitet, jeden Montag haben die Kinder mit Spannung und Vorfreude seinen Besuch erwartet. Die Erziehgerinnen Monika Scherer und Sandra Pohlmann fungierten als „Co-Trainerinnen“, sie haben mit den Kindern an den übrigen Tagen die Inhalte vertieft. Diese Nachhaltigkeit war auch Einrichtungsleiterin Katja Quaas ein großes Anliegen. „Wir sind total überzeugt von diesem Projekt. Die Kinder gehen nun gestärkt ihren weiteren Weg“, sagt sie.

Koormann hat mit den Kindern vor allem an der Stärkung des Selbstvertrauens gearbeitet. Dazu gehörte auch, sich selbst Gefühle bewusst machen und ansprechen zu können, andern helfen und sich helfen zu lassen – und natürlich Nein zu sagen, wenn einem etwas nicht gefällt. Mit Übungen, neuen und klassischen Medien, viel Humor und Wertschätzung brachte er ihnen nahe, auf sich und andere zu achten. Hat das Spaß gemacht? Ein vielkehliges „Jaaa“ war die Antwort. Für die tolle Mitarbeit der Kinder gab es von Mattes Koormann einen „Daumen rauf, sogar einen Doppel-Daumen“. Seine „coole Gruppe“ ermunterte er zum Eigenlob. „Das habt ihr richtig gut gemacht.“ Das Armband, das an die Botschaft „Nein heißt Nein“ erinnern soll, dürften sie „mit Stolz tragen“.

Die Villa Kunterbunt strebt an, das Training WiKaMÖ („Ich will, ich kann, ich möchte“) auch für die kommenden Jahrgänge möglich zu machen. Dafür ist auch künftig finanzielle Unterstützung nötig.

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