Der Buchsbaum-Zünsler greift Grevener Gärten an
Alarmstufe Rot für Buchsbäume

Greven -

Der Buchsbaum-Zünsler ist massiv in Greven angekommen. Nehmen Sie an einer Umfrage teil, um festzustellen, wo die Larven schon angekommen sind und was Sie dagegen tun.

Donnerstag, 17.05.2018, 10:05 Uhr

Die Raupe des Buchsbaumzünslers kann fünf Zentimeter groß werden. Sie befällt konzentriert die Buchsbäume der Umgebung mit großen Erfolg – zum Ärger der Gärtner.
Die Raupe des Buchsbaumzünslers kann fünf Zentimeter groß werden. Sie befällt konzentriert die Buchsbäume der Umgebung mit großen Erfolg – zum Ärger der Gärtner. Foto: Bernd Weissbrod

Der Zünsler greift an. In vielen Grevener Gärten ist derzeit Alarm. Die unerwünschte Schmetterlingsraupe aus Asien befällt ausschließlich Buchsbäume. Bereits 2017 wurde er an einigen Stellen in der Region registriert. Aber in diesem Jahr wird er zur Plage.

Einer der Betroffenen: Der Grevener Peter Schneehain. „Das ist etwa 14 Tagen her“, sagt er und blickt betrübt auf seinen geliebten Buchsbaum hinunter. Wo einst frische grüne Blätter waren, hängt nun ein graues Netz, braune und abgefressene Blätter hängen am Busch.

Nicht nur bei den Schneehains. Die ganze Straße ist befallen: Die Nachbarn probieren bereits, mit Algenkalk die Invasion zu stoppen. Eine biologische Waffe gegen den Zünsler.

Schneehain selber hat eine eigene Lösung: „Ich mische einen halben Liter Wasser, drei Esslöffel Rapsöl und vier Esslöffel Essig zusammen und sprühe es über den Busch.“

Zuvor habe er die Raupen aus dem Buchsbaum rausgeschüttelt: Ein bisschen hat`s geholfen.

Geholfen hat bei Mechthild Averbeck etwas anderes. Bereits 2017 wurden ihre geliebten Buchsbäume befallen, seitdem nimmt sie das „Schädlingsfrei Careo-Konzentrat“, kauft es bei Raiffeisen. Dort ist es ein Verkaufsschlager. Chef Matthias Dupke: „Jeder zweite kommt wegen dem Zünsler zu uns.“

Mit der Lieferung kommen sie gerade so hinterher, er erklärt: „Der Zünsler kam von Asien über Italien zu uns, breitet sich weiter nach Norden aus.“ Grund dafür seien ein milder Winter und trockene Sommertage. Eine Hagebaumarkt-Verkäuferin: „Der Zünsler hat hier keine natürlichen Fressfeinde.“

Gut für ihn, schlecht für den Garten. Auch im Hagebaumarkt hat sich der Zünsler schon bemerkbar gemacht: „Wir haben kaum noch Mittel.“ Dort heißt es: „Das Beste: Alles rausreißen.“ Algenkalk sei nicht hilfreich: „Das macht den Boden alkalisch.“ Bedeutet: Der Boden wird zu kalkhaltig.

Im Raiffeisen-Markt sieht man es anders: Es gebe sehr wohl effektive Mittel, um die Zünsler-Raupe Nimmersatt kalt zu stellen. Dupke: „Der Kunde entscheidet zwischen chemischen und biologischen Mitteln. Wenn es richtig angewendet wird, funktioniert es super.“ Man müsse aber bedenken, dass der Zünsler über ein Jahr drei bis vier Generationen hervorbringen könne.

Die Bekämpfung mit den Mitteln müsse alle zwei Wochen kontrolliert und wiederholt werden – dann werde es für die kleine Raupe richtig unangenehm. Übrigens:

Der Schmetterling sieht nicht viel schöner aus. Weiß, grau und braun sind seine Farben der Saison.

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