Modernisierung des Reckenfelder Bahnhofes
Bald ein echtes Aushängeschild?

Reckenfeld -

125 000 Euro. Das ist mehr als nix, damit Reckenfelds Trauer-Bahnhof endlich modernisiert wird. Im städtischen Haushalt steht das Geld für Planung drin.

Donnerstag, 14.06.2018, 06:00 Uhr

Ziemlich oll und zudem nicht barrierefrei: Der Reckenfelder Bahnhof soll nach dem Willen der Politik gründlich überarbeitet werden. Geld für die Planungskosten steht bereit.
Ziemlich oll und zudem nicht barrierefrei: Der Reckenfelder Bahnhof soll nach dem Willen der Politik gründlich überarbeitet werden. Geld für die Planungskosten steht bereit. Foto: Oliver Hengst

Die Modernisierung des Reckenfelder Bahnhofes – seit Jahren ein viel diskutiertes Dauerthema. Doch nun kommt tatsächlich Bewegung in die Sache. Im kommenden Haushalt sollen 125 000 Euro bereitgestellt werden. Die Summe wird verwendet für die Planung (noch nicht den Bau!) eines barrierefreien Bahnhofes. In verschiedenen Anträgen mit gleicher Zielsetzung hatten zuletzt CDU und SPD gefordert, die Ertüchtigung/Modernisierung des Haltepunktes (so heißt der Bahnhof in Reckenfeld offiziell) voranzutreiben. Im ganzen Kreis Steinfurt seien nur noch sechs oder sieben Haltestellen nicht barrierefrei, erläutert für die CDU Anika Stöcker. „Die allerletzten müssen wir nun auch nicht sein“, sagte sie.

Neuerlicher Anlass für die Anträge: Der ZVM hatte jüngst angekündigt, die Planungskosten mit 80 Prozent zu bezuschussen, die Baukosten gar mit bis zu 90 Prozent. Diese Fördermöglichkeiten will die Reckenfelder Politik gern nutzen – und hat die Verwaltung auf ihrer Seite. Laut Andre Kintrup, der im Rathaus für Verkehrsfragen zuständig ist, geht man von 125 000 Euro für die Planung aus, Bürgermeister Peter Vennemeyer sagte zu, dass diese Summe in den kommenden Haushalt eingestellt werde – vorausgesetzt, dass die Fraktionen dem Haushalt letztlich zustimmen.

Zumindest in der Reckenfelder Politik herrscht große Einigkeit, das Thema nun endlich anzupacken. Der Haltepunkt sei ein großes Manko, beklagte etwa Olaf Wirl (fraktionslos) und „ein Aushängeschild, leider ein schlechtes“. Wolfgang Voß (SPD) sagte: „Man muss froh sein, dass noch kein Unfall passiert ist. Wir sollten alle gemeinsam hartnäckig bleiben.“ Die CDU hatte in ihrem Antrag noch weitere Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung des Bahnhofes gemacht: etwa die Erweiterung der Fahrradstation, eine Ladestation für Elektro-Auto sowie zusätzliche Parkflächen für Pkw. Grund: die zu erwartende steigende Anzahl an Pendlern. Diese zusätzlichen Aspekte werden jedoch nochmals gesondert behandelt und beraten, weil sie mit dem förderfähigen Ausbau des Haltepunktes (vor allem der Anhebung des Bahnsteiges) nicht direkt zusammenhängen.

Was ein Ausbau des Bahnhofes letztlich kosten würde, ist nach jetzigem Stand kaum seriös zu sagen. Kintrup jedenfalls wollte sich auf keine Zahl festnageln lassen. Zur Ermittlung der Planungskosten sei man mal von 1,5 bis 2 Millionen Euro Baukosten ausgegangen – diese Summe sei aber keineswegs belastbar.

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