50er-Jahre Rythm'n'Blues bei Rickermann
Gut besetzte Bläsersektion

Selbst aus Frankfurt waren am Samstag Liebhaber des Rock‘n‘Roll und des Hot Jumpin’ Rhythm ’n Blues der 50er Jahre zum Konzert in Rickermanns Landhaus gekommen. Mit der niederländischen Band „44 Shakedown“ erlebten die Besucher eine Band, die in der Szene für überaus tanzbare Musik bekannt ist.

Sonntag, 17.06.2018, 19:00 Uhr

44 Shakedown auf der Bühne bei Rickermann.
44 Shakedown auf der Bühne bei Rickermann. Foto: Axel Engels

 Reckenfeld. Für Puritaner ist ihre Art zu spielen vielleicht nicht authentisch genug, aber für ein ausgelassenes Tanzvergnügen sind die fünf Musiker immer gut. Mit den beiden Saxophonisten Tim Blonk und Lodewijk Teijs war die Bläsersektion bestens besetzt, sie bereicherten jeden Song mit einer markanten und mitreißenden Klangfarbe.

Für den Drive sorgte am Schlagzeug Ben van Anrooy mit punktgenauer Art. Wenn dann noch Marcel van der Zee seinen Kontrabass mit Energie und Leidenschaft malträtierte, Aram Stoop mit versiertem Gitarrenspiel und ausdrucksstarker Stimme seine Qualitäten einbrachte, war das einfach gute von Hand gemachte Musik mit einer charmant „nostalgischen“ Attitüde.

44 Shakedown aus Holland bei Rickermann

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  • Musiker und Fangemeinde bei Rickermann erschienen im zünftigen historischen Outfit.

    Foto: Axel Engels
  • Musiker und Fangemeinde bei Rickermann erschienen im zünftigen historischen Outfit.

    Foto: Axel Engels
  • Musiker und Fangemeinde bei Rickermann erschienen im zünftigen historischen Outfit.

    Foto: Axel Engels
  • Musiker und Fangemeinde bei Rickermann erschienen im zünftigen historischen Outfit.

    Foto: Axel Engels

Die fünf Musiker hatten aus der reichhaltigen Schatzkiste ihres Repertoires für diesen Abend nicht nur bekannte Dancefloor Songs ausgesucht, sie spannten den stilistischenBogen sehr weit und boten dem Publikum mit Raritäten des RocknRoll einen ganz abwechslungsreichen Abend.

Wenn der „T Bone Shuffle“ in perfektem instrumentalen Arrangement erklang, man bei „All about my Girl“ und „Ella Mae“ in romantischen Gefühlen schwelgte, dann war jeder im Saal wohl eingefangen von der lebendig präsentierten Musik.

Man schlenderte gemeinsam über den „Boulevard of Broken Dreams“, machte einen Abstecher nach „New Orleans“ und erlag den hochprozentigen musikalischen Versuchungen beim „Sherry Flip“, „Tequila“ und „Whiskey“. Die Musiker boten keine reinen Cover-Versionen legendärer Songs, sondern spielten sie auf eine ganz eigene Art.

Da wirkte dann nichts gekünstelt oder aufgesetzt. Sie verleugneten nie ihre Wurzeln bei Freddie King, Ray Charles, Fats Domino bis zu T-Bone Walker und Etta James, haben sich aber einen ganz eigenen Stil geschaffen. Der Abend mit diesen sympathischen Musikern machte einfach Spaß.

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