Freilichtbühne: Ansgar Kuper ist Darsteller und Regieassistent
„Liebe Theater von ganzem Herzen“

Reckenfeld -

Ansgar Kuper ist eigentlich ein alter Hase. Erfahrung im Innentheater hat er schon seit 17 Jahren im Quasiso Theater Ibbenbüren gesammelt. 2014 spielte er dann zum ersten Mal in Reckenfeld. Und trotzdem hat er noch immer Lampenfieber.

Freitag, 13.07.2018, 08:10 Uhr

Eigentlich kennt er die Rolle aus dem Eff-Eff. Dennoch ist Ansgar Kuper vor jeder Vorstellung furchtbar aufgeregt.
Eigentlich kennt er die Rolle aus dem Eff-Eff. Dennoch ist Ansgar Kuper vor jeder Vorstellung furchtbar aufgeregt. Foto: ros

Ist der Mensch, der auf der Bühne steht, im Alltag auch so, wie er sich in der jeweiligen Rolle präsentiert? Was machen die Darsteller im wahren Leben? In einer Serie berichtet unsere Zeitung über jene Menschen, die in dieser Saison Rollen an der Freilichtbühne übernehmen. Heute: Ansgar Kuper, der unter anderem eine Rolle in „Ronja Räubertochter“ übernommen hat.

„Als ich das erste Mal hier vor Publikum auf der Freilichtbühne stand, ist mir das Herz in die Hose gerutscht und ich wäre am liebsten wieder hinter die Kulissen gegangen“, sagt Ansgar Kuper. Die beiden Ronjas und Birks, mit denen er gerade Szenen aus „Ronja Räubertochter“ als Regieassistent probt, wollen das kaum glauben. „Nein wirklich. Auf einer Freilichtbühne zu stehen ist etwas ganz anderes als im Innentheater. Hier kann man die Leute, die dort vor der Bühne sitzen, deutlich sehen“, erklärt er. Erfahrung im Innentheater hat er schon seit 17 Jahren im Quasiso Theater Ibbenbüren gesammelt. 2014 spielte er dann zum ersten Mal in Reckenfeld. „Den Richard Spengler in ,Toast Hawaii‘, das war eine tolle Rolle“. Das Erfolgsstück lief drei Sommer lang.

In diesem Jahr nun unter-stützt er als Assistent den Regisseur Frank Meinke. „Ich hätte nicht gedacht, dass dabei so viele Aufgaben zu erledigen sind“. Außerdem spielt er im Kinderstück den Glatzen-Per. Die gleiche Rolle spielte er schon in Ibbenbüren. Also zur Premiere ganz relaxt auf die Bühne? „Nein überhaupt nicht, ich bin vor jeder Aufführung furchtbar nervös. Aber hier ist rundherum Platz, da kann ich rumlaufen und mich abreagieren“, erzählt der 54-Jährige.

Mit seiner Rolle als Glatzen-Per kann er sich gut identifizieren. Der ist sensibel, so wie er auch. Ansgar Kuper liebt aber auch den Schalk und das ausgefuchste Wesen dieser Rolle. „Ich liebe das Theater von ganzem Herzen. Hier wird man genommen als das, was und wie man ist“, beschreibt er seine Zugehörigkeitsgefühl zur Reckenfelder Bühne.

Das Theaterspiel kann helfen, mit vielen Dingen des Alltags besser klar zu kommen und abzuschalten. „Außerdem koche ich sehr gerne, dann aber am liebsten alleine.“ Bei aller Liebe zum Theater ist auch da ab und zu mal Abstand wichtig.

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