Konzert in der Martinus-Kirche
Wenn die Orgel auf Bläser trifft

Greven -

Am Freitagabend erlebten viele Besucher bei „Spirit of Brass“ den Organisten Sebastian Bange mit dem Posaunenchor Nordwald-Altenberge.

Montag, 16.07.2018, 15:45 Uhr

Unter der Leitung von Fabian Faupel konnte das große Bläserensemble seine ganzen Qualitäten in einem abwechslungsreiches Programm zeigen.
Unter der Leitung von Fabian Faupel konnte das große Bläserensemble seine ganzen Qualitäten in einem abwechslungsreiches Programm zeigen. Foto: Axel Engels

Ein Konzert aus der Reihe der Kirchenmusik in St. Martinus ist immer ein besonderes Musikerlebnis. Sebastian Bange ist als Organist und Improvisator weit über die Gemeindegrenzen bekannt und seine diversen Gäste präsentieren auf hohem Niveau die Vielfältigkeit sakraler und weltlicher Musik. Am Freitagabend erlebten viele Besucher bei „Spirit of Brass“ ihn mit dem Posaunenchor Nordwald-Altenberge.

Unter der Leitung von Fabian Faupel konnte das große Bläserensemble seine ganzen Qualitäten in einem abwechslungsreiches Programm zeigen. Die Stadt- und Marktkirche St. Martinus mit ihrer speziellen Akustik stellte dabei hohe Anforderungen an das Ensemble. Schließlich muss man sich auf eine relativ lange „Nachhallzeit“ einstellen und auf sie bei der Spielweise ein besonderes Gewicht legen. Für Sebastian Bange war dies natürlich kein Problem, er kennt die akustischen Begebenheiten „seiner Kirche“ bestens und weiß sie mit der passenden Registrierung und Spielkultur zu beachten. Für das Bläserensemble allerdings war dies schon schwieriger, da vermischten sich bei einigen lauten Passagen doch die einzelnen Stimmgruppen zu sehr. Aber das minderte den Genuss für die Zuhörer nicht, denn dafür erlebten sie ein überaus engagiertes und lebendig aufspielendes Ensemble.

Immer wieder waren Improvisationspartien für Orgel solo in das Programm integriert worden, in denen Sebastian Bange mit Ideenreichtum und kultivierter Musizierkunst sich als versierter Künstler zeigte. Den jeweiligen Klang und Charakter seiner Improvisationen passte er an den Stimmungsgehalt der vorher gespielten Werke an, bereicherte sie so um innovative Elemente mit gleichsam klangmalerischem Gewand. Facettenreich wie seine Improvisationen wirkten auch die übrigen Werke.

Wenn er zusammen mit dem Posaunenchor musizierte, dann passte der musikalische Dialog bis ins kleinste Detail, genoss man sein dann auch bei lauteren Passagen des Posaunenchores klanggewaltig angelegte Spiel. Der Posaunenchor zeigte dabei eine große Stilsicherheit, wusste sein Spiel ganz individuell auf die einzelnen Werke anzupassen.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5907871?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Stadt schaltet die ersten Pumpen ab
 Große Pumpanlagen führen dem Aasee Wasser zu. So soll der Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht werden. Zu niedriger Sauerstoffgehalt hatte in der vergangenen Woche dazu geführt. dass 20 Tonnen Fisch verendet sind.
Nachrichten-Ticker