Jugendfreizeit der evangelischen Gemeinde
Wenn Elche Besuch bekommen

Reckenfeld/Greven -

Viel erlebt haben die Teilnehmer der Jugendfreizeit der evangelischen Gemeinde in Norwegen. So wurden sie stilecht von einem Elch begrüßt – allerdings nicht ganz freiwillig.

Sonntag, 12.08.2018, 19:00 Uhr

Norwegen-Jugendfreizeit 2018 der evangelischen Gemeinde: Der See als Mittelpunkt – zum Schwimmen, Kanu fahren, oder einfach nur zum Staunen.
Norwegen-Jugendfreizeit 2018 der evangelischen Gemeinde: Der See als Mittelpunkt – zum Schwimmen, Kanu fahren, oder einfach nur zum Staunen. Foto: Janina Pawelzik

Die Augenblicke, in denen sich einem der ganze Zauber Norwegens erschließt, kommen manchmal recht plötzlich.

Abenddämmerung, der kleine VW-Bus zuckelt an einer Waldlichtung unweit des Örtchens Røyknes vorbei. Von einer Sekunde auf die andere wird die Bulli-Besatzung mucksmäuschenstill. Südnorwegens berühmtester Waldbewohner kriegt für einen Moment Besuch – und bleibt doch tatsächlich ein paar Wimpernschläge lang neugierig stehen. Eine knappe Minute, dann ist alles vorbei – der junge Elch hat genug gesehen. Und den Hobby-Norwegern aus Greven und Reckenfeld einen Anblick beschert, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Wie so vieles, was sie während der Jugendfreizeit der evangelischen Gemeinde erlebt haben. Dabei ist der erste Eindruck für die 44 Urlauber eher schockierend: Der See direkt vor der Bringsvaer Leirskole – einem Schullandheim bei Kristiansand – ist zwar noch da, jedoch hat die Hitzewelle selbst vor Nordeuropa nicht Halt gemacht. 24 Grad Wassertemperatur sprechen eine deutliche Sprache – wobei das freilich sowohl gekenterte Kanufahrer als auch etwas zarter besaitete Schwimmer freut. „Der See ist einfach der Mittelpunkt des Geschehens“, ist in der Abschlussrunde gleich mehrfach zu hören.

In der Tat: Ob waghalsige Sprünge von der Badeinsel, Triathlon oder schließlich das große Kanupoloturnier mit vernichtender Pleite für das mit Ball und Gegner überforderte Teamer-Team – sehr vieles dreht sich im und ums Wasser. Ansonsten ist bei der Programmgestaltung Obacht geboten: Zuletzt, erzählt Hausverwalter Thor bei der Ankunft, hätten sie nämlich einen nur rund 30 Kilometer entfernten Waldbrand bis nach Bringsvaer riechen können.

Die Konsequenz: kein Lagerfeuer, kein Badezuber, keine Blaubeeren. Und auf einmal auch kein Strom mehr: Als am dritten Abend ein furioses Gewitter wütet, sitzt die ganze Region für einige Stunden im Dunkeln. Doch zum Glück gibt es ja Taschenlampen, Doppelkopf und interessante Leute für interessante Gespräche. „Ein tolles Gruppengefühl“, finden viele Teilis.

Vor allem beim traditionellen Norwegen-Tag kommt ihnen das zugute: Sechs Teams quizzen, sporteln und basteln um die Wette – und präsentieren Theaterstücke, die nicht zwingend Sinn, aber Spaß machen müssen. Zur Stärkung servieren die Küchen-Ladies Maria Rösner und Vicki Bläsius ein üppiges Skandinavien-Buffet, für das allein sich ein Wiederkommen in 2019 lohnt.

Und der neugierige Elch von der Lichtung bei Røyknes? Hat sich den Termin vielleicht auch schon notiert.

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