Greven
Di., 23.02.2010
Blick in Nachbars Garten
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Greven - Es gibt ein neues Geoportal der Stadt. Schulterzucken, das ist auf den ersten Eindruck wohl eine eher langweilige Geschichte. So jedenfalls ist der Eindruck, bevor man weiß, worum es geht. Doch kaum hat man dieses neue Portal betreten, lässt es einen nicht mehr los. Das könnte in den kommenden Tagen sogar der neue Grevener Hit im Netz werden. Surfen in der digitalisierten Stadt, der Blick in Nachbars Garten, die Berechnung der Joggingstrecke - das Geoportal der Stadt hat jede Menge Nützliches zu bieten.
Wer Google-Earth kennt, weiß in etwa, was einen erwartet: Luftbilder von Greven nur in einer wesentlich besseren Auflösung. „Gesichter kann man nicht erkennen, aber die Auflösung ist schon beachtlich“, verdeutlicht Dieter Vogt, in Personalunion Prokurist der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft in der Stadt Greven (GfW) und Mitarbeiter beim Fachdienst Grundstücks- und Geodatenmanagement.
Doch nicht zum Spielen werden die Daten von der Stadt bereitgestellt. „Die Nutzen dieser Datenbank sind sehr vielfältig“, verdeutlicht Kämmerer Wolfgang Beckermann. So seien die Daten Grundlage für Planungsprozesse, das Grundstücksmanagement, für den Verkauf von Bau- oder Gewerbeflächen der Stadt oder für die Bewirtschaftung des städtischen Eigentums von Nutzen. Auch für den BEG und die Stadtwerke seien die Daten sehr gut nutzbar. „Bei der Vermarktung der Gewerbeflächen im Airportpark kann das Geoportal gute Dienste leisten.“
Zunächst habe man das Portal nur für verwaltungsinterne Zwecke freischalten wollen. Doch dann kam auch die Idee, einen Großteil der Daten der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
Es sind also nicht nur die reinen Luftbilder. Mit der Grundstückskarte lassen sich zum Beispiel die genauen Katastergrenzen darstellen. Zusatzfunktionen wie Adressensuche, Strecken- oder Grundstücksvermessung und thematische Pläne - momentan können hier öffentliche Einrichtungen, Spielflächen und städtische Baugrundstücke dargestellt werden - bieten viele Surf-Anreize.
Die Daten sind erstmals auf einem städtischen Webserver hinterlegt. Und der wird sicherlich in den kommenden Tagen reichlich Betrieb zu verzeichnen haben.
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