Greven

So., 29.08.2010

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Kirmes: Waghalsiges und Süßes

Ein Klassiker wie der Autoscooter wird noch immer stark frequentiert. Fotos: (Jannis Beckermann)
Von Jannis Beckermann

Greven - Dass Petrus ein Kirmesfreund ist, stand in Greven eigentlich immer außer Frage. „Ende August, wenn es rund geht, lacht ein letztes Mal die Sommer-Sonne“, besagt die Kirmeserfahrung. Aber in diesem Jahr sollte das wohl nicht so sein. Dauerregen und Unwetter trübten die Mienen der Schausteller schon vorab. Wenig Hoffnung für den Kirmesauftakt am Samstag. Und die Sparfüchse, die sich in der „Happy Hour“ Ermäßigungen sichern wollten, bekamen denn gleich einen kräftigen Regenguss ab. „Das Wetter ist eben Glückssache“, brachte es Schausteller-Chef Philipp Heitmann auf den Punkt. „Jetzt können wir nur noch hoffen, dass der Regen endlich aufhört.“

Kaum zu glauben, aber dieses Stoßgebet gen Himmel wurde prompt erhört. Zur Eröffnung mit Bürgermeister Peter Vennemeyer kam sogar die Sonne heraus. „Ich bin optimistisch, dass das Wetter hält“, verkündete der Bürgermeister. Und es hielt, das Wetter, zumindest an diesem Kirmessamstag. Sehr zur Freude der vielen Kinder, die sich mit einem der 300 von den Schaustellern gesponserten Lebkuchenherzen direkt in den Rummel stürzten.

21 Fahrgeschäfte für Jung und Alt und weit über 100 Buden locken in diesem Jahr in die Grevener Innenstadt. Nichts für empfindliche Mägen ist dabei der „X-Factor“, ein blinkendes Ungetüm wie eine Krallenhand, das in 25 Metern Höhe seine Passagiere hin und her schleudert. Beim traditionellen Kirmesrundgang mit der Grevener Politikprominenz wollte schließlich keiner das Karussell erproben. „Der X-Factor ist was für waghalsige Gemüter“, so Schausteller Philipp Heitmann.

Gut gesagt, denn auf dem Wilhelmsplatz wartet der nächste Nervenkitzel namens „Nightstyle“. Loopings ohne Ende dreht diese Schiffschaukel. Da reicht für manch einen auch ein Kirmes-Klassiker wie das Disco-Jet oder der Autoscooter. Etwas sanfter chauffiert das „Hully Gully“, eine Art fliegende Untertasse, seine Gäste. Im „Crazy Jumper“ geht´s auf und ab. Das „It´s Magic“ auf dem Rathausplatz dreht sich in luftig-angenehmer Höhe.

„Die Mischung stimmt“, lautete das Fazit der städtischen Würdenträger auf ihrem Kirmesbummel. Dem Grevener Publikum schien es genauso gut zu gefallen. Die Kirmesnacht mit Feuerwerk lockte Tausende auf die Rummelplätze. Und wer noch nicht die Chance hatte, einmal die Runde über Grevens Traditionsfest zu drehen, hat heute eine letzte Möglichkeit: Die Kirmes öffnet um 11 Uhr. Die Krämer auf dem Lambertusmarkt an der Martinigrundschule präsentieren schon früh am Morgen ihr Angebot. Das obligatorische Kirmes-Töttchen ist in den Kneipen zu haben. Es bleibt nur zu hoffen, dass Petrus heute wieder in Greven weilt . . .


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Anzeige

WN-Markt Anzeigen

Schnäppchen, Reisen und Bekanntschaften in Ihrer Nähe

WN-Aktionen

Wir haben die letzten Tickets
Am Donnerstag singt Ina Müller vor ausverkauftem Haus. Sie können noch 2 x 2 Eintrittskarten gewinnen. mehr...

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...

Kastelruther Spatzen
Lust auf den unverkennbaren "Spatzen-Sound"? Hier können Sie Eintrittskarten für das Konzert am Donnerstag gewinnen. mehr...

Anzeige