Umwerfende Komik begeistert
Mo., 30.01.2012
Laienspielschar der Concorden sorgt mit ihren vier Aufführungen für eine ausverkaufte Ratsschänke
Spielleiter Karl Frenking (r.) und die beteiligten Akteure der Laienspielschar der Gesellschaft Concordia boten einen gelungenen Auftakt der Horstmarer Kulturszene in 2012. Vier mal führten sie erfolgreich das plattdeutsche Stück „De vermasselte Hochtiet“ in der Ratsschänke auf.
Horstmar -
Vier Mal ausverkaufter Saal, begeisterter Szenenapplaus der Zuschauer und engagiert die Rollen voll ausspielende Akteure auf der Bühne der Ratsschänke beim Lustspiel „De vermasselte Hochtiet“ der Gesellschaft Concordia waren erstes Highlight in diesem Jahr in der Horstmarer Kulturszene. Dieses bot zudem einen tollen Auftakt für das Jubiläumsjahr 100 Jahre Theatergruppe der Concorden.
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Nicht auf Grund der Senilität von Rudi (Bernhard Föllen) wurde die Hochzeit seiner geliebten Enkelin Nina (Anja Heymann-Riedel) mit dem „eleganten“ Lothar (Bernd Schütte) verhindert. Vielmehr gemeinsame Detektivarbeit mit seinem Sohn Bodo (Udo Terwort) und dessen Filmarbeit enthüllten dessen wahre Identität und öffneten Nina die Augen.
Völlig überraschend für das Publikum und ihrer Komik umwerfend gespielt platzten nämlich Rudi mit seinem neuen „Scharm“ Beate, alias Bodo, in die abschließende Hochzeitsvorbereitungsrunde von Rosi, der Mutter der Braut (Heidrun Schmidt), Kathi, die Tante der Braut und Hochzeitsbitterin (Maria Luise Brunstering), dem Brautpaar Nina und Lothar sowie Anja, der Freundin der Braut (Elisabeth Makowiak) und Nils, dem ehemaligen Freund der Braut und von Opa Rudi gewünschtem Bräutigam (Andreas Bettmer) hinein, kostümiert als Teilnehmer einer Rentnerkaffeefahrt, in der Lothar als aggressiver Steppdeckenverkäufer aufgetreten war. Dass er sich zudem noch jeweils von Rosi und Nina eine beträchtliche Geldsumme unter jeweiliger „Verschwiegenheit“ „leihen“ wollte, ließ die Hochzeit endgültig platzen.
Doch die Hochzeitsvorbereitungen konnten trotzdem weiter laufen, denn Nina und Nils fanden wieder zueinander, wie es Opa Rudi gewünscht und schon mit dem Standesbeamten vorbereitet hatte. Und da sich auch die „Ursachen“ für den Streit von Bodo mit seiner Frau Kathi wegen der nächtlichen Kneipentour mit den erfolgreichen Detektivrecherchen erklärten, versöhnten auch die beiden sich wieder.
Spielleiter Karl Frenking hatte also wieder eine glückliche Hand bei der Auswahl des Stückes und der Besetzung der Rollen sowie der Inszenierung bewiesen. Unterstützt wurden alle von Christian Ruck im „Kasten“ und Reinhild Blaschke als Maskenbildnerin – eine gelungene Herausforderung war sicher die „Umgestaltung“ von Bodo zu Beate. Für die Technik sorgte zuverlässig Carsten Hemsing. Georg Berkenbrock und Conrad Wüller hatten die Bühne ansprechend ausstaffiert.