Unser Dorf soll sauber werden
Erfreulicher Rückgang beim Müll

Horstmar-Leer -

„Unser Dorf soll sauber werden“, war Ziel der groß angelegten Müllaktion im Dorf und in den angrenzenden Bauerschaften. „Sie ist fast ein Selbstläufer, denn wir machen diese Sammelaktion bereits zum 24. Mal“, stellte Ludger Hummert, Vorsitzende der Leerer CDU und Organisator fest.

Montag, 27.03.2017, 17:03 Uhr

Nicht nur die Großen, vor allem Kinder und Jugendliche engagieren sich für eine saubere Umwelt. In Leer bereits zum 24. Mal. MdL Christina Schule Föcking (kl.Bild 2.v.l.) half bei der Essensausgabe für die aktiven Müllsammler.
Nicht nur die Großen, vor allem Kinder und Jugendliche engagieren sich für eine saubere Umwelt. In Leer bereits zum 24. Mal. MdL Christina Schule Föcking (kl.Bild 2.v.l.) half bei der Essensausgabe für die aktiven Müllsammler. Foto: Franz Neugebauer

„Unser Dorf soll sauber werden“, war Ziel der groß angelegten Müllaktion im Dorf und in den angrenzenden Bauerschaften. „Sie ist fast ein Selbstläufer, denn wir machen diese Sammelaktion bereits zum 24. Mal“, stellte Ludger Hummert , Vorsitzende der Leerer CDU und Organisator fest. Die Landwirte stellten fünf Traktoren mit Anhängern zur Verfügung. Stadtjugendfeuerwehrwart Dietmar Wahlers hatte die Mitglieder der Jugendfeuerwehr aktiviert. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, denn es liegt uns sehr an einer sauberen Umwelt,“ nannte Heinrich Wenning den Grund für die Teilnahme der Jägerschaft. Der Stadt entstünden durch die Säuberungsaktion keine Kosten, gab Ludger Hummert bei der Ausgabe der Handschuhe bekannt. Die Entsorgungsfirma Remondis trage nicht nur diese Beschaffungskosten, sondern stelle auch Müllsäcke und den Container kostenlos zur Verfügung. Die Volksbank sponserte die Stärkung.

„Die Aktion zeigt den großen Zusammenhalt im Dorf, es wird angepackt und nicht lange geredet“ lobte die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking. Wie in den Jahren zuvor versorgte sie zusammen mit Petra Raus, Anette Stix und Brigitte Schulte die Aktiven nach getaner Arbeit am Sportplatz mit einem Imbiss. „Im nächsten Jahr komme ich wieder, dann feiern wir gemeinsam Silberhochzeit“, versprach sie dem Organisationsteam.

Die Einteilung der Säuberungsreviere übernahmen wie immer die Jäger. Alle Bauerschaften wurden angefahren. „Wir haben sogar Kissen gefunden“, war die 13-jährige Natalija Homann, entsetzt. Ärgerlich auchm dass Zeitgenossen zwei große blaue Säcke an der Zuwegung zum Hause Loreto abgeladen, und das nicht zum ersten Mal. Bereits zum achten Mal nahm der 14-jährige Loius Arning mit Vater Christoph an der Aktion teil. Der 16-jährige Philipp Gerdes, Mitglied der Jugendfeuerwehr und bereits zum vierten Male dabei, fand die Aktion toll: „Es macht Spaß, mit Gleichgesinnten etwas für eine saubere Landschaft zu tun.“

„Man müsste eine Steuer auf die Hinterlassenschaften der Verpackungen von Mac Donalds erheben,“ so die Meinung von Chris Große Kleimann. Er sei ursprünglich gegen Dosenpfand, doch diese Abgabe habe sich letztendlich als vorteilhaft für die Umwelt ausgewirkt, so seine Einschätzung. Jetzt müsse man nur noch etwas gegen die immer häufiger vorzufindenden To-Go-Pappbecher tun.

Erfreulichweise ist die Menge des eingesammelten Mülls zurückgegangen. „Bei den ersten Aktionen haben wir einen ganzen Container vollgemacht, jetzt wurde er nur noch zu einem Viertel gefüllt“, stellte Ludger Hummert zufrieden fest. Der Politiker führte das auf ein gestiegenes Umweltbewusstsein zurück, aber auch auf die erzieherische Wirkung auf die Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig teilnehmen. So meinte der achtjährige Jannes Große Kleimann: Es ist doch doof, einfach etwas wegzuwerfen. Das sieht nicht gut aus.“

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