Mo., 04.01.2016

Private Initiative „Das muss nicht sein“

Horstmar - 

Zu zweit haben Norbert Wiechers und sein Nachbar Manfred Hardt den Müll und Unrat in der Bauerschaft Niedern eingesammelt. Die spontane Aktion der beiden Männer fand zwischen den Jahren statt. Dabei wollten sie nicht nur meckern, sondern selbst etwas tun.

Von Sabine Niestert

Norbert Wiechers ist ein Mann der Tat. Wenn ihn etwas stört, fackelt der Horstmarer nicht lange und wird selbst aktiv ohne nach dem Staat oder der Kommune zu fragen. So war es auch zwischen den Jahren. „Der Müll und Unrat, der in der Bauerschaft herumlag, hat mich schon lange geärgert, begründet der Betriebsinhaber seine Motivation für die Umwelt aktiv zu werden.

Und weil er sich mit seinem Nachbarn Manfred Hardt gut versteht, fragte Wiechers ihn beim Kartenspielen, ob er nicht mitanfassen wollte. Seine Bitte um Hilfe stieß sofort auf offene Ohren und die beiden Männer machten sich nach den Weihnachtsfeiertagen nach einem stärkenden Frühstück zu zweit in die freie Landschaft auf, um aktiv zu werden.

Das Duo arbeitete sich in der Bauerschaft Niedern auf dem Borghorster Weg von Blanke bis zur „RadBahn“ vor und sammelte dabei rund 280 Liter Müll ein. „Zum Glück haben wir die XXl-Schiebkarre meines Nachbarn nicht gebraucht“, zeigt sich Wichers erleichtert, dass das überdimensional große Holzgefährt trotz der Massen an Müll und Unrat nicht zum Einsatz kommen musste.

Ob Farbeimer, leere Ölkanister, Batterien, Flaschen, Papier, PVC-Verpackungsmaterial oder „To go-Becher“ unter dem Sammelgut war alles dabei, was auf keinen Fall in die freie Landschaft oder Natur gehört.

„Für alle Materialien, die wir gefunden haben, gibt es doch Entsorgungsstellen, wie beispielsweise den Wertstoffhof“, verstehen die beiden Aktivisten nicht, warum manche Menschen, damit die Umgebung verschandeln.

„Das muss wirklich nicht sein“, zeigen sich die beiden Privatmänner empört über die Rücksichtslosigkeit mancher Zeitgenossen.

„Viele Autofahrer sind achtlos an uns vorbeigefahren, andere haben aber auch nachdenklich geschaut“, hofft Wiechers auf die Einsicht der Passanten. Schließlich gehörten Folienreste nicht in die Landschaft und schon gar nicht an den Übergang des Wirlooksbach.

Um die Schandflecken zu dokumentieren, haben die Umweltfreunde einige Fotos von besonders vermüllten Stellen gemacht. „Ich werde diese Bilder auch dem Umweltbeauftragten der Stadt Horstmar zeigen“, kündigt Wiechers an, der zusammen mit seinem Mitstreiter das Umweltbewusstsein fördern möchte und an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger appellieren möchte.

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