Mi., 06.01.2016

Geburtstag in Haus Loreto „Immer schön ruhig bleiben“

Bürgermeister Robert Wenking und Heimleiterin Elke Thoms stießen mit Schwester Radegundis an.

Bürgermeister Robert Wenking und Heimleiterin Elke Thoms stießen mit Schwester Radegundis an. Foto: Carla Rottmann

Horstmar-Leer - 

Im Kreis ihrer Mitschwestern feierte Schwester Radegundis, geborene Maria Hueske, am Mittwoch die Vollendung ihres 96. Lebensjahres im Haus Loreto. Zu den Gästen an diesem Ehrentag gehörte auch Bürgermeister Robert Wenking, der die Glück­wünsche der Stadt Horstmar und des Rates überbrachte. Die Schwestern lauschten seinen Ausführungen über die Flüchtlingsproblematik und die nicht gerade positive Finanzsituation der Burgmannsstadt.

Von Carla Rottmann

Alle erlebten während der Feierstunde in der Cafeteria des Schwesternheimes ein sehr rüstiges Geburtstagskind. „Nicht viel aufregen und schön ruhig bleiben“, nennt die Ordensschwester einen Grund für ihr körperliches Wohlergehen. Die Jubilarin ist noch sehr interessiert am Geschehen in der Welt und liest täglich die Zeitung.

Schwester Radegundis ist auf einem Bauernhof in Stadtlohn geboren. Dort wuchs sie mit ihrer Schwester auf, die ebenfalls später Ordensschwester wurde. Noch sehr genau erinnert sich die Seniorin an die schweren Kriegszeiten, als die Bomben fielen und viele nichts zu essen hatten. Schwester Radegundis trat am 24. Oktober in Münster in den Orden der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung ein. Sie legte ihre Erste Profess am 10. Mai 1949 und am 18. April 1954 ihre Ewige Profess ab. Ihr bewegtes Leben spiegelt sich auch darin wieder, dass die Ordensfrau in verschiedenen Orten tätig war, so in Coesfeld, Gemen, Kevelaer, Gladbeck und alleine 16 Jahre in Stadtlohn. Überwiegend hat das Geburtstagskind sich um das leibliche Wohl der ihr Anvertrauten gekümmert.

Seit dem 30. Oktober 2012 genießt die Seniorin das Leben in der Gemeinschaft der Schwestern auf Haus Loreto. Bei zahlreichen Stücken aus dem Liederbuch sangen alle Ordensfrauen gemeinsam und wünschten der Mitschwester weiterhin gute Gesundheit. Schwester Lucina erinnerte mit mehreren Beispielen in einem lustigen Gedicht an die Zeit, als Schwester Radegundis noch ein Baby war. Es war die Zeit, als noch der Kohlenmann kam, der Ofen rußte und man Fliegen mit der Zeitung totschlug. Schwester Lucina wünschte dem Geburtstagkind Gottes Segen und schenkte ein gefülltes Herz.

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