Fr., 08.01.2016

Erfolgreiche Premiere Erfolgreiche Premiere für den Bürgertreff

Auch das Kartenspielen klappte nach kurzer Zeit während des Treffs im Leerer Pfarrzentrum.  

Auch das Kartenspielen klappte nach kurzer Zeit während des Treffs im Leerer Pfarrzentrum.   Foto: fn

Horstmar-Leer/Horstmar - 

Über 60 Besucher kamen zum Bürgertreff für Flüchtlinge und Lotsen ins Pfarrheim nach Leer. Im dortigen Obergeschoss herrschte drangvolle Enge,

Von Franz Neugebauer

Über mehr als 60 Besucher freuten sich die Organisatoren des Bürgertreffs, zu dem am Donnerstagabend unter dem Motto „Aus Fremden werden Nachbarn“ die Flüchtlinge und Lotsen von Horstmar und Leer ins Pfarrheim Ss. Cosmas und Damian eingeladen worden waren. Die Veranstalter organisierten sogar einen eigenen Fahrdienst mit ihren Privatwagen, um die Flüchtlinge von Horstmar ins Dorf zu bringen. Über den guten Besuch – ganze Familien mit ihren Kindern waren gekommen – staunen nicht nur Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker

Weil der große Raum im Erdgeschoss nicht zur Verfügung stand, mussten Stühle ins Obergeschoss geschafft werden, um den Besuchern dort einen Platz zu bieten. Doch die Enge machte den Abend eigentlich so richtig charmant. In Gruppen wurde geplaudert oder mit Händen und Füßen geredet, um sich zu verständigen. Sogar das Kartenspielen klappte nach kurzer Zeit ganz gut, wie Heike Hille bestätigte.

Dr. Wulf Schloßmacher machte in seiner Begrüßung in deutscher und englischer Sprache noch einmal den Sinn und Zweck des Zusammenkommens deutlich. Man wolle sich besser kennenlernen, Vorurteile abbauen und einen Dialog erreichen. Die Zusammenkunft solle aber auch eine Motivation für die Ehrenamtlichen sein, ohne die es einfach nicht gehe, weil die Behörden überfordert seien.

Insbesondere nannte er die Sprachkurse. Denn, und das wurde an diesen Abend deutlich, es gab viele mit einem großen Interesse an Deutschkursen, um sich besser integrieren zu können.

Die VHS könne diesen Bedarf auf Dauer nicht abdecken. „Wenn wir von Integration sprechen, sollten wir betonen, dass wir in einer Wertegemeinschaft leben und manche Werte in anderen Kulturen mit unseren Kulturen nicht übereinstimmen“, machte Dr. Wulf Schlossmacher deutlich. Es sei nicht möglich, dass sich eine ganze Gesellschaft, die hier lebe, anpasse, sondern man müsse die Neuankömmlinge motivieren, sich der hiesigen Kultur anzupassen.

Dieter Schröder war von dem Abend so begeistert, dass er laut über ein besonderes Event nachdachte. „Ich könnte mir vorstellen, einen Abend auf unserem Hof zu organisieren, an dem die Asylanten noch mehr aus sich herauskommen können und zum Beispiel Lieder und Gebräuche aus ihrer Heimat vortragen.“

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