Mo., 11.01.2016

Dank an die Ehrenamtlichen Ohne ihre Helfer sähe die Stadt alt aus

Bürgermeister Robert Wenking (r.) nutzte den Neujahrsempfang im „Holskenbänd“, um allen ehrenamtlich Tätigen in Horstmar und Leer im Namen der Stadt und des Rates zu danken.

Bürgermeister Robert Wenking (r.) nutzte den Neujahrsempfang im „Holskenbänd“, um allen ehrenamtlich Tätigen in Horstmar und Leer im Namen der Stadt und des Rates zu danken. Foto: Sabine Niestert

Horstmar - 

Bürgermeister Robert Wenking nutzte den Neujahrsempfang im „Holskenbänd“, um allen in Horstmar und Leer ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz zum Wohl der Stadt zu danken. Zurzeit sind besonders die Flüchtlingslotsen gefragt, die sich für die 169 Migranten vor Ort einsetzen.

Von Sabine Niestert

Die gute Gelegenheit, allen ehrenamtlichen Helfern in Horstmar und Leer für ihren Einsatz Dank zu sagen, nutzte Bürgermeister Robert während des schon traditionellen Neujahrsempfangs im Holskenbänd. Dazu konnte der Gastgeber am Sonntagmittag zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden, aber auch andere Gruppierungen und Einzelpersonen begrüßen. Besonders jenen, die sich um die Flüchtlinge vor Ort kümmern, dankte der Verwaltungschef.

„Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich keine Namen nenne, da ich mit Sicherheit jemanden vergessen würde“, erklärte der Bürgermeister. Ohne den Einsatz der zahlreichen Freiwilligen würde es nur ein sehr eingeschränktes öffentliches Leben gäben, das sich auf die Wahrnehmung von Pflichtaufgaben der Daseinsfürsorge beschränke, befürchtete der Bürgermeister.

„Fast ausnahmslos alle Freizeitaktivitäten, fast alle Events, alle Termine des städtischen Veranstaltungskalenders tragen Ihre Handschrift“, lobte Wenking die vielfältigen Aktivitäten der Bürger, die er inständig bat, sich auch weiterhin für ihren Heimatort einzusetzen.

Der Umgang mit den Flüchtlingen sei nicht nur eine der größten Bewährungsproben für Europa, sondern auch für die Stadt Horstmar, gab Wenking zu bedenken, dass zur zeit 169 Menschen aus über zehn Nationen in beiden Stadtteilen leben. Für diese wurden bisher fünf städtische Gebäude und 17 Wohnungen in zehn Häusern angemietet. Rat und Verwaltung berieten kommunale Neubauvorhaben, die spätestens dann zu realisieren wären, wenn kein Bestandsraum mehr verfügbar sei.

Als eine „tragende Säule“ bezeichnete Wenking die ehrenamtlich tätigen Flüchtlingshelfer, die sich Tag für Tag engagierten, um den Migranten die Ankunft und den Alltag in einer völlig fremden Welt zu erleichtern. Über den Kreuzweise-Fonds hätten auch die örtlichen Kirchengemeinden ihre Unterstützung zugesagt.

Bernhard Haschke habe die Koordinierungsverantwortung für den Aufbau der Kleider- und Möbelbörse übernommen und weitere engagierte Menschen hätten sich zusammengefunden, um die gemeinsam entwickelte Konzeption der Flüchtlingshilfe vor Ort umzusetzen, schilderte Wenking die Maßnahmen, die bisher ergriffen worden sind. Gerade neu hinzugekommen sei das Cafè, zu dem donnerstags im Wochenwechsel ins Leerer Pfarrheim oder in den Borchorster Hof eingeladen würde.

Von diesem ehrenamtlichen Engagement profitiere die Verwaltung, deren Mitarbeiter aufgrund des derzeitigen Stellenplans mit der Unterbringung und Leistungsgewährung voll ausgelastet seien. Zwischenzeitlich habe die Stadt die Stelle des Hausmeisters von einem Minijob zu einer zunächst bis zur Jahresmitte 2016 befristeten Vollzeitstelle ausgeweitet, um die stadteigenen Wohnungen zu unterhalten, neue einzurichten und die Flüchtlinge beim Bezug und der Wohnungsunterhaltung zu unterstützen.

Erleichterung erhoffen sich die Verantwortlichen auch durch eine Vollzeitkraft, die die ehrenamtliche Hilfe organisieren und steuern soll. Die Räte von Laer und Horstmar haben gemeinsam beschlossen, über den Caritasverband Steinfurt, diese zunächst zeitlich befristete Vollzeitstelle zu finanzieren. Die Ausschreibung sei bereits erfolgt, erklärte Wenking, der hofft, dass die Stelle bald besetzt werden kann.

Während des 1125-jährigen Dorfjubiläums von Leer habe sich gezeigt, dass Horstmar und Leer immer mehr zusammenwachsen, freute sich Wenking in seinem Jahresrückblick über diese „sehr gut Entwicklung“. Dabei nannte er auch die erfolgreiche Eröffnung des Generationenparks am St.-Gertrudis-Haus, den Rosenmarkt, den „Tag der offenen Gärten, das erste Sommernachtspicknick und die Adventsmärkte. Sie und andere Veranstaltungen hätten dazu beigetragen, „Horstmar und Leer ins rechte Licht zu rücken“.

Beim Ausblick auf 2016 kündige Wenking zahlreiche Projekte, wie beispielsweise 36 neue Baugrundstücke im Nieland, die Bebauung des Geländes „Alte Molkerei“ an der Bahnhofstraße, die Verschönerung der Ehrenmalanlage in der Dorfmitte von Leer und die Überplanung der Dorfstraße an. Für die Feuerwehr stehe die Auslieferung eines neuen Fahrzeuges LF 20 KAT bevor, wofür noch Investitionszahlungen von zirka 230 000 Euro zu leisten sei. Den Brandschützern dankte der Bürgermeister für ihre ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Stadt. Bei ihren Einsätzen müssten die Brandschützer nicht nur viel Zeit, sondern auch psychische und physische Kräfte aufbieten.

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