Mo., 15.02.2016

Volles Haus Ein guter Tag für Schnäppchenjäger

Im Vereinsheim der Katharinen tummelten sich am Samstag weit über 200 Frauen, um Kleidung oder andere Accessoires zu ergattern.

Im Vereinsheim der Katharinen tummelten sich am Samstag weit über 200 Frauen, um Kleidung oder andere Accessoires zu ergattern. Foto: Sitte

Horstmar - 

Über 200 Frauen kamen in das Vereinsheim der Katharinen. Dort fand zum vierten Mal der „Stoffwechsel“ statt.

Von Sabine Sitte

Gebt her eure Kleider, gebt her eure Schuh’ – Klamottenbörsen sind im Trend. So auch die aktuelle Einladung zum bereits vierten „Stoffwechsel“ des Kinderland Horstmar: Am Samstagnachmittag sind Hunderte Frauen in das Vereinsheim der Katharinen gepilgert und haben sich das Schnäppchenangebot an Kleidung und Accessoires nicht entgehen lassen.

Und dann ist es wie immer: Der längste Stau bildet sich vor dem Umkleideraum. Mit Stoffen haben die Organisatorinnen vier Kabinen abgetrennt und zwei mannshohe Spiegel lehnen an der Wand. In Windeseile probieren die Frauen die Sachen an: Sitzen Shirt und Hose wie erhofft oder würde Modemacher Guido Maria Kretschmer das Ensemble als „Rollbraten im Netz“ verschmähen? Katrin Vier ist kritisch. „Nee“, sagt sie zu einer Kundin und schüttelt den Kopf. „Das Kleid sitzt gar nicht.“ Die Erzieherin vom Kindergartenteam „Kinderland“ hat Aufsicht in der Garderobe und gibt unsicheren Frauen eine ehrliche Antwort.

Im Saal umlagern unzählige Frauen die Tische und wühlen sich routiniert durch die Kleiderberge: Ein Griff, ein Blick – das Teil gefällt und könnte passen.

Erst am Vormittag haben die Verkäuferinnen die Kartons mit ihren Sachen geliefert. Stunden hat es gedauert, bis alle Kisten ausgeräumt und die Sachen sortiert an ihrem Platz lagen. „Mäntel, Mäntel, Mäntel“ hat Nicole Baackmann vom Elternrat auf Kleiderbügeln gehängt. Vor der Eröffnung stapeln sich Hosen und Shirts noch übersichtlich aufeinander, Schuhe stehen in Reih’ und Glied, Handtaschen schmiegen sich wohl geordnet aneinander. Nach dem ersten Ansturm ist es mit der Ordnung schnell vorbei.

Immer wieder legen die freiwilligen Helferinnen die Sachen neu zusammen. 22 Frauen helfen bei der Kleiderbörse. Nicht nur die Kolleginnen des Kindergartenteams, sondern vor allem viele Eltern unterstützten diese Aktion, erzählt Nina Tumbrink, Leiterin des Kinderlandes und lobt: „Ohne deren Hilfe könnten wir das Ganze gar nicht schaffen.“

20 Prozent des Verkaufserlöses erhält die Kindereinrichtung. In diesem Jahr soll davon ein Sonnenschutz für das Außengelände angeschafft werden. Tumbrink erfasst in den zweieinhalb Stunden etwa 220 Besucherinnen. Beinahe jede Frau findet etwas unter der riesigen Auswahl an Kleidung, Schuhen oder Büchern. „Nur zwei Damen haben den Saal mit leeren Händen verlassen“, verraten die Frauen an der Kasse und können sich das nicht erklären.

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