Do., 12.05.2016

Beeindruckendes Phänomen Merkur-Transit fasziniert

Die Idee von Romke Schievink begeisterte die Kinder besonders, konnten sie doch zu unterschiedlichen Zeiten die Position des Merkur auf der Sonne einzeichnen und so die Planetenbewegung direkt nachvollziehen.

Die Idee von Romke Schievink begeisterte die Kinder besonders, konnten sie doch zu unterschiedlichen Zeiten die Position des Merkur auf der Sonne einzeichnen und so die Planetenbewegung direkt nachvollziehen. Foto: rgs

Laer/Horstmar/Schöpppingen - 

Anfang der Woche zog der innerste Planet Merkur vor der Sonne durch. Romke Schievink und Hans-Georg Pellengahr von der Campus-Sternwarte Schöppingen ermöglichten allen Interessierten mit speziell für die Sonnenbeobachtung ausgerüsteten Teleskopen die Live-Beobachtung dieses astronomischen Ereignisses. Auch zwei Fünfer-Klassen der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen mit ihren Klassenlehrern Ulrike Nürenberg und Florian Feismann hatten sich dazu im Künstlerdorf eingefunden.

Von Regina Schmidt

Hans-Georg Pellengahr erläuterte den 60 interessierten Jugendlichen, aufgeteilt in zwei Gruppen, in einer Bild- und Videopräsentation den theoretischen Hintergrund des Durchgangs eines inneren Planeten vor der Sonne und dessen historische Bedeutung für die Bestimmung der Entfernung Sonne-Erde.

Der Laerer Amateurastronom Hans-Georg Pellengahr nahm die genaue Zeit ab dem ersten Kontakt, als Merkur begann, sich vor die Sonne zu schieben, was sich zunächst nur durch eine winzige Einbuchtung am Sonnenrand bemerkbar machte. Dies geschah um 13.12 Uhr. Ganz langsam wurde aus der immer deutlicher zu erkennenden Minikerbe eine kleine, runde Scheibe. Merkur ist mit seinem Durchmesser von 4880 Kilometern nur 1400 Kilometer größer als der Mond und war während des Transits fast 84 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die Distanz bis zur Sonne betrug 150,9 Millionen Kilometer. Klar, dass der innerste Planet unseres Sonnensystems relativ klein auf der 1,4 Millionen Kilometer messenden Sonne erschien. In den Teleskopen war er aber für alle Beobachter deutlich zu erkennen.

Zwei Minuten und 45 Sekunden dauerte es, bis Merkur sich komplett vor die Sonne geschoben hatte. Für die Live-Beobachtung hatten die Amateurastronomen der Campus-Sternwarte drei Teleskope aufgebaut. Zwei davon waren zur gefahrlosen Beobachtung mit Sonnenfiltern vor den Objektiven ausgestattet. Das dritte war so eingerichtet, dass es ein Bild der Sonne mit dem davor herziehenden Merkur auf ein Blatt Papier projizierte. Diese Idee von Romke Schievink begeisterte die Kinder besonders, konnten sie doch zu unterschiedlichen Zeiten die Position des Merkur auf der Sonne einzeichnen und so die Planetenbewegung direkt nachvollziehen. Einige kamen nach Schulschluss noch einmal mit ihren Geschwistern und Eltern vorbei, damit auch diese das astronomische Ereignis beobachten konnten. Darüber freuten sich die Astronomen ganz besonders.

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