Rathaus „unblutig“ übergeben
Rücktritt einfach erzwungen

Horstmar -

„Kinder an die Macht“ galt nicht nur am Karnevalssonntag, so hieß es auch noch am Rosenmontag, als der gesamte Tross von Kinderprinzenpaar, Garden, Katharinen, Concorden und Burgfrauen gemeinsam das altehrwürdige Rathaus stürmten.

Montag, 12.02.2018, 16:02 Uhr

Auch das Bewirten des Prinzenpaares half Bürgermeister Robert Wenking nichts. Er musste sich der Übermacht beugen und sein Amt niederlegen.
Auch das Bewirten des Prinzenpaares half Bürgermeister Robert Wenking nichts. Er musste sich der Übermacht beugen und sein Amt niederlegen. Foto: Dieter Klein

Bürgermeister Robert Wemking – eine gelungene Mischung von „Schrecken der Karibik“ und „Oberhaus-Narr“ empfing sie lachend. Den Schlüssel hatte er ja schon frühzeitig abgegeben und seinen Kämmerer Georg Becks angewiesen, den Geldsäckel sicher zu verstecken.

Kinderkarneval Horstmar

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  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein
  • Ein Saal wie eine Bonbon-Werbung: So lief der Kinderkarneval der St. Katharinen-Schützen am Sonntag auch ab. Ein turbulentes Spektakel zwischen kleinen und großen Narren. Jedenfalls wieder einmal ein voller Erfolg und der Beweis für den Grönemeyer Wunsch: „Kinder an die Macht“ Foto: Dieter Klein

Am Ende jeder Karnevalssession gehen so langsam die Adjektive aus. Doch für Horstmar darf man sagen: diese närrische Aktion unter historischen Balken hatte Charme und verzauberte alle, ob Klein oder Groß. Und die Horstmarer hatten nur einen gemeinsamen Wunsch, dem Topschlager der „Höhner“ folgend: „Kumm, loss mer fiere, net lamentiere...., denn die Trone (Tränen) die do laachs, musste net kriesche (weinen).... dröm loss mer fiere...“

Dazu passte auch die Rede des Bürgermeisters auf diesen brodelnden Topf herzlichen Unsinns: „Mit größter Müh‘ ist‘s Euch gelungen, habt mit viel Glück uns in die Knie gezwungen! Nur mit (augenzwinkernd) gemeinen Tricks und List – seid Ihr nun drin, das ist schon Mist! ‚Zentrum der Macht‘ heißt dieser Raum, in dem, ihr glaubt es sicher kaum, die Welt verändert wird. Hier wird entschieden und regiert. Von der Alst bis in das Duvendahl, alles hier in diesem Saal. Meine Zeit ist nun gekommen, hab eh schon meinen Hut genommen. Geschlagen ist die größte Schlacht. Jetzt heißt es: ‚Kinder an die Macht‘! Ihr beiden dürft nun hier regieren, ich kriech heraus auf allen Vieren. Betrachte ich‘s im wahren Lichte, denn wohin ich geh, interessiert kein Schwein. BM Robert ist Geschichte, werd ab heute Flüchtling sein. Nun verlass ich meine Wirkungsstätte, noch einmal kurz auf die Toilette, mit einer Träne sag ich leise ‚Servus‘. Ein letzter Gruß, ein letzter Kuss. Und dann ist Schluss!“

Der nicht endenwollende Beifall von den völlig überfüllten Rängen bewies: Man hatte verstanden. Und war dankbar, dass sich letztlich doch nichts verändern würde.

Erste Limoflaschen klackerten zusammen. Bunte Papierfetzen schossen durch die Luft. Und die Augen strahlten bei dem närrischen Volk ob der Gewissheit: „Hier biste Narr, hier darfste‘s sein! Nur Prinz Jan – in seinen Händen das ausgeräumte Sparschwein hin- und her drehend, schaute ob der mageren Ausbeute nachdenklich. Doch dann räkelte er sich, als wolle er sagen: aber zumindest ist es schön warm hier.“

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