„Corona Musica“ begeistert
Ein unvergessliches Konzert

Horstmar -

Ein unvergessliches Konzert erlebten die Zuhörer in der gut besuchten evangelischen Erlöserkirche. Dort trat das Ensemble „Corona Musica“ unter der Leitung von Helga Höfer mit seinem Programm „Kennen Sie Rut?“ auf. Die 17 Musikerinnen, an dessen Seite nur ein männlicher Musiker spielt, überzeugten. Sie bekamen stehende Ovationen für ihre Darbietungen. Und „Corona Musica“ bedankte sich für das begeisterte Echo mit drei Zugaben, die in einem virtuos vorgetragenen 23. Psalm mit Sopranstimme und Blockflöten gipfelten.

Mittwoch, 14.03.2018, 19:03 Uhr

Unter Leitung seiner Gründerin und Dirigentin Helga Höfer trat „Corona Musica“ in der gut besuchten evangelischen Erlöserkirche auf.
Unter Leitung seiner Gründerin und Dirigentin Helga Höfer trat „Corona Musica“ in der gut besuchten evangelischen Erlöserkirche auf.

„Corona Musica“, das in seiner Art einzigartige Ensemble für Blockflöten und Renaissance-Instrumente aus Appelhülsen, gastierte jetzt in der Burgmannsstadt. Unter Leitung seiner Gründerin und Dirigentin Helga Höfer traten die Akteure in der gut besuchten evangelischen Erlöserkirche auf. Das gegenwärtig aus 17 Musikerinnen und einem Musiker bestehende Ensemble, das weit über Westfalen hinaus bekannt ist, hatte sein Programm „Kennen Sie Rut?“ mitgebracht.

Die Geschichte der Rut, die vor 3000 Jahren lebte, als Fremde nach Israel kam und zur Urgroßmutter des Königs David wurde, stand in einem musikalischen Rahmen aus passend ausgewählten Kompositionen von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Die Texte aus dem biblischen Buch Rut, gelesen von Anne Bertels-Schleß, und die musikalischen Stücke fügten sich zu einem unvergesslichen Hör- und Klangbild zusammen.

Gleich die das Konzert eröffnende, bewegend-getragen interpretierte Chormusik „Der Herr ist mein Hirt“ von Johann Heinrich Lützel zog die Zuhörer in ihren Bann. Die Trauer der Rut und der Naemi, der Mutter des verstorbenen Mannes der Rut, wurde virtuos mit den „Lacrimae – Tränen“ von John Dowland intoniert.

Zur Entscheidung Ruts für Naemi mit den berühmten Worten „Wo du hingehst, will auch ich hingehen“ passte präzise der gleichbetitelte Kanon Antonio Caldaras. Und so ging es weiter. Ruts Begegnungen mit Boas fanden ihren Höhepunkt im nächtlichen Zusammentreffen auf der Tenne, das stimmungsvoll durch „The Night Watch“ von Anthony Holbourne interpretiert wurde. Tielmann Susatos Tanz-Madrigal bildete den fröhlichen Auftakt der Hochzeit von Boas und Rut. Und kaum ein Stück wäre besser zum festlich-fröhlichen Ausklang geeignet gewesen, als der altfranzösische Tanz des „Rigaudon“ von Georg Philipp Telemann.

All das wurde in einem meisterlichen Zusammenspiel der Blockflöten vom winzigen Sopranino bis zum mannshohen Subbass, der Gemshörner, Krummhörner und Cornamusen vorgetragen.

Das „Herr, auf dich habe ich gehofft“ und die „Königsfanfare“ des Renaissance-Komponisten Josquin Desprez unterstrichen auf ihre Weise die hohe Spielkunst des Ensembles und zeigten eindrucksvoll, wie Corona Musica die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts mit den historischen Instrumenten für die Gegenwart zum Klingen zu bringen vermag.

Die Zuhörer bedachten das Ensemble um Helga Höfer mit stehenden Ovationen. Und „Corona Musica“ bedankte sich für das begeisterte Echo mit drei Zugaben, die in einem virtuos vorgetragenen 23. Psalm mit Sopranstimme und Blockflöten gipfelten.

Die Dankesworte seitens des Veranstalters – des Vereins zur Förderung der Chormusik an der Erlöserkirche in Horstmar – stellten weitere Konzerte dieser Art in Aussicht.

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