Neue Fahne
Lang gehegter Wunsch erfüllt sich

Horstmar-Leer -

Der Schützenverein Leer-Ostendorf hat tief in die Schatulle gegriffen und eine neue Fahne angeschafft. Diese weiht Pfarrdechant Johannes Büll während des Gottesdienstes am kommenden Samstag (14. Juli) ein. Mit dem Kauf der Fahne erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch der Ostendörfer.

Donnerstag, 12.07.2018, 13:38 Uhr

„Aus Tradition heraus gemeinsam Zukunft gestalten“, heißt es auf der anderen Seite der Fahne.
„Aus Tradition heraus gemeinsam Zukunft gestalten“, heißt es auf der anderen Seite der Fahne.

Der Schützenverein Leer-Ostendorf hat tief in die Schatulle gegriffen und eine neue Fahne angeschafft. Diese weiht Pfarrdechant Johannes Büll während des Gottesdienstes am kommenden Samstag (14. Juli) ein.

Mit dem Kauf der Fahne erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch der Ostendörfer. So gibt es eine Fahne, auf der unter anderem die Jahreszahl 1734 eingestickt ist. Man war ursprünglich davon ausgegangen, dass es sich dabei um das Gründungsjahr des Vereines handelt. Doch dann tauchte eine Urkunde mit der Jahreszahl 1609 auf. Deswegen war guter Rat teuer, denn es gab zwei mögliche Varianten, mit den unterschiedlichen Zahlen umzugehen: Entweder das Datum auf der Fahne ändern oder ein neues Exemplar anschaffen.

In einer Jahreshauptversammlung sprachen sich die Mitglieder für die zweite Variante aus. Es wurde ein Fahnenausschuss gegründet und dieser mit Adolf Hinkers, Siggi Hatwig, Andreas Loos, Tobias Schild, Bernd Wenning und Klaus Toepper besetzt. Das Ergebnis der zahlreichen Besprechungen ist nun auf der Fahne zu sehen. Auf der einen Seite ist eine Kutsche abgebildet. „Wir sind der einzige Verein im Dorf mit eigener Kutsche und haben insoweit ein Alleinstellungsmerkmal“, begründet Klaus Toepper die Entscheidung.

Außerdem sind Ähren aufgestickt, denn schließlich sei man eine landwirtschaftlich geprägte Bauerschaft. „Aus Tradition heraus gemeinsam Zukunft gestalten“ heißt es auf der anderen Fahnenseite. „Dieser Gesichtspunkt stand bei allen Beratungen im Vordergrund“, erinnert sich An­dreas Loos. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in großen Lettern der Text der Urkunde aus dem Jahre 1609 aufgetragen ist: „Die junge Schütten der Ostendorper Bauerschaft zu Leer haben am Sontagh Trinitatis geschotten und wider aufgekündeten Verbott drei Thage lang gezechet.“

Wiederzufinden sind auf der Fahne die Abbildung des gekrönten Silbervogels und des ältesten Königsschildes aus dem Jahre 1734. Die Ostendörfer besitzen nun drei Fahnen, zwei für die Verheirateten und eine für die Junggesellen des Vereins.

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