Mi., 01.03.2017

Arbeitsmarkt im Tecklenburger Land Mehr Menschen ohne Beschäftigung

 

  Foto: Frank May

Tecklenburger Land - 

Die Agentur für Arbeit meldet für den Kreis Steinfurt einen Rückgang der Erwerbslosigkeit. Die Region in und um Ibbenbüren konnte von diesem Trend nicht profitieren. Hier verzeichnet die Agentur einen leichten Anstieg.

Von Frank Klausmeyer

2378 Frauen und Männer waren im Februar in und um Ibbenbüren arbeitslos gemeldet. Dies waren 32 Personen mehr als im Januar. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Betroffenen mit 175 (+ 7,9 Prozent) überdies deutlich stärker gestiegen als im Durchschnitt des Kreises (+2,9 Prozent).

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Ibbenbüren beträgt aktuell 3,9 Prozent, vor einem Jahr waren es 3,7 Prozent.

Die negative Entwicklung betrifft dieses Mal nur den sogenannten Rechtskreis der von der Arbeitsagentur Rheine betreuten Arbeitslosenversicherung, also Menschen, die erst vor kurzer Zeit ihre Beschäftigung verloren haben. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die das Jobcenter Kreis Steinfurt zu vermitteln versucht, ist mit 1425 Personen zuletzt sogar leicht rückläufig gewesen.

Steigerung in allen Orten

Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber Februar vergangenen Jahres in allen Städte und Gemeinden gestiegen. Nur in Ibbenbüren sind die Zahlen relativ unverändert geblieben. Die Zahlen im Einzelnen (in Klammern Februar 2016 und prozentuale Veränderung):

► Hörstel (Arbeitsagentur Rheine): 336 (299/+12,4%)

► Hopsten: 142 (121/+17,4%)

► Ibbenbüren: 1113 (1105/+0,7%)

► Lotte: 438 (375/+16,8%)

► Mettingen: 182 (156/+16,7%)

► Recke: 213 (187/+13,9%)

► Tecklenburg (Arbeitsagentur Lengerich): 166 (145/+14,5%)

► Westerkappeln: 290 (259/+12,0%)

Reiner Zwilling, Chef der Arbeitsveraltung im Kreis Steinfurt, spricht von einer „stabilen Arbeitsmarktlage“, von der sowohl Männer als auch Frauen profitierten. Gestiegen ist allerdings die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 331 junge Menschen waren im Februar bei der Agentur für Arbeit in Ibbenbüren arbeitslos gemeldet, etwa die Hälfte gilt als langzeitarbeitslos. Die Steigerung sei saisontypisch, erläutert Zwilling. „Viele junge Menschen haben gerade ihre zweieinhalb- und dreieinhalbjährige Berufsausbildung beendet.“ Nicht immer könnten sie im Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Einige von ihnen seien auf der Suche nach einer Anschlussbeschäftigung. Es sei davon auszugehen, dass es sich meist nur um eine kurze Übergangsphase der Arbeitslosigkeit handelt, denn der Arbeitsmarkt brauche qualifizierte Fachkräfte.

Dies spiegele sich in der besonders positiven Entwicklung auf dem Stellenmarkt wider. Die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen ist im Februar um 30 auf zuletzt 642 gestiegen.

„Menschen, die eine neue Beschäftigung suchen, haben derzeit viele Möglichkeiten. Allerdings suchen Arbeitgeber vorrangig qualifizierte Kräfte“, berichtet Zwilling weiter. Hier setze die Arbeitsagentur mit unterschiedlichen Angeboten zur Qualifizierung und Weiterbildung an. Gute Chancen hatten Bewerber im Einzel- und im Großhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe. Eine hohe Fachkräftenachfrage gebe es außerdem in Sozial- und in Gesundheitsberufen, im Baugewerbe sowie im Maschinenbau.

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