Fr., 12.05.2017

Ibbenbürener Gymnasium nimmt am Projekt „Juniorwahl“ teil Das Kepler hat schon abgestimmt

Die Wahlsimulation  ist sehr lebensecht: Hier bekommt Nico Mittelberg seinen Stimmzettel ausgehändigt.

Die Wahlsimulation  ist sehr lebensecht: Hier bekommt Nico Mittelberg seinen Stimmzettel ausgehändigt. Foto: Henning Meyer-Veer

Ibbenbüren - 

Die Landtagswahl – sie ist gelaufen. Zumindest im Ibbenbürener Kepler-Gymnasium. Dort durften am Mittwoch die Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 ihre Stimmen abgeben. Das Gymnasium hat sich in diesem Jahr am Projekt „Juniorwahl“ beteiligt. Zum ersten Mal.

Von Henning Meyer-Veer

Und damit ist natürlich auch klar, dass die Stimmen der gut 550 Schüler nicht wirklich Frank Sundermann ( SPD) oder Felix Holling ( CDU) zugeschlagen werden – und auch keinem der anderen Kandidaten des Wahlkreises 83. Es ist eine simulierte Wahl, ein Projekt, um Schüler mit dem Thema Wahlen und Demokratie vertraut zu machen.

Und die Wahlsimulation ist sehr lebensecht: Wahlbenachrichtigungen, Wahlkabinen, Wahlurnen – alles real. Selbst die Stimmzettel entsprechen den echten. Auch der Personalausweis (oder Schülerausweis) muss zur Wahl mitgebracht werden. „Wir sind hier zwar etwas weniger streng, aber es kommt der Realität schon recht nah“, sagt Astrid Siebel, SoWi-Lehrerin am Kepler, die die Juniorwahl zusammen mit ihrer Kollegin Katharina Beckmann begleitet. Wahlhelfer rekrutieren sich aus SoWi-Kursen, und auch ein Wahlvorstand wurde gebildet – also alles wie im richtigen Leben.

Es ist ein Verein, der dieses Projekt an Schulen anbietet. „Wir sind angeschrieben worden“, sagt Astrid Siebel. Und das Kepler schlug zu. Schnell. „Wir haben dann eine Schulung im Landtag bekommen“, sagt sie. Und losgelegt. Die Wahlaktion wird im Unterricht von den Fachlehrern noch weiter begleitet. „Das Thema Wahlen spielt ja ohnehin eine Rolle im Unterricht“, so Siebel.

Bei den Schülern des Kepler-Gymnasiums kommt das offenbar gut an. Der Andrang in den Wahllokalen war groß. Vor beiden Räumen bildeten sich am Mittwochmorgen lange Schlangen. Für den Gang zum Wahllokal wurde der Unterricht kurz unterbrochen. Natürlich musste niemand wählen, aber alle Schüler der Stufen 9 bis 11 durften.

Und die allermeisten taten es offenbar gerne. Wie zum Beispiel Niko Mittelberg aus der 9c. Er stehe diesem Projekt positiv gegenüber, betont der 16-Jährige. „Es ist interessant, zu wissen, wie die Jugend denkt“, sagt er. Es gebe zu wenige Beteiligungsmöglichkeiten. Die meisten seiner Mitschüler seien ja erst in zwei Jahren zum ersten Mal wahlberechtigt.

Auch das erste Zwischenfazit der Organisatoren fällt positiv aus. „Das Projekt hat sich gelohnt. Die Schüler haben das gut aufgenommen. Sie fanden das spannend“, sagt Astrid Siebel. „Die Schüler haben sich sehr engagiert gezeigt und sofort gefragt, ob wir das zur Bundestagswahl wieder machen“, ergänzt Katharina Beckmann – und das, obwohl die Aktion noch lief. Eine weitere Auflage wird in Erwägung gezogen. Trotz gewisser zeitlicher Nähe. „Ich finde, dass es das gerade nachhaltig macht“, sagt Katharina Beckmann.

Und am Ende kommt der Stimmzettel in die Wahlurne.

Und am Ende kommt der Stimmzettel in die Wahlurne. Foto: Henning Meyer-Veer

Ausgezählt wurden die Stimmen auch schon. Aber wie das so ist, bei Wahlen – bevor nicht alle Wahllokale geschlossen sind, gibt es keine Ergebnisse. Und die „echten“ schließen erst am Sonntag um 18 Uhr. Dann wird auf der Homepage der Schule auch das Ergebnis der Kepler-Juniorwahl bekannt gegeben.

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