Fr., 24.11.2017

Diskussionen im Ibbenbürener Sportausschuss Politiker sind sich über Zukunft des Aaseebades uneinig

Ibbenbüren - 

Das Aaseebad sanieren oder ein neues Bad bauen – darüber sind sich die Parteien im Rat der Stadt Ibbenbüren nach wie vor uneinig.

Von Sabine Plake

Die CDU erklärte jetzt im Sportausschuss, sie wolle gerne die Befragung der Badnutzer erst intensiv lesen, bevor sie entscheide. „Es wäre schön, wenn wir die vor der Sitzung gehabt hätten“, sagte Alfred Bosse.

Christoph Hartmann (Grüne) kritisierte, das seien alles tolle Vorschläge, was man machen könne, aber „da entstehen Erwartungen, die wir nicht erfüllen können“. Das führe zu Frust. Dem entgegnete Elke Frauns, dass er die Bürgerschaft nicht unterschätzen solle. Die wisse schon, dass nicht alle Wünsche der Liste erfüllt würden. Und Werner Dirkes ergänzte, ein Teilnehmer habe gesagt: „Es ist wie Weihnachten. Wir können uns was wünschen, aber wir kriegen nicht alles.“

Angelika Wedderhoff sagte, die SPD sei dafür, das Aaseebad zu sanieren. Auch aus sozialen Aspekten. Das Aaseebad habe viele Vorteile, es sei für manche wie ein Tag Urlaub. „Auch wenn´s genauso teuer wird wie ein Neubau, es ist mehr wert.“

Ulrike Sackarndt (CDU) stellte angesichts der Vielzahl von Wünschen in Frage, ob diese im Altbau des Aaseebades überhaupt umsetzbar seien: Und dann „kommen wir mit 14,7 Millionen Euro auf alle Fälle nicht aus“. Sie würde lieber „neu bauen“ und dann gucken „was wir brauchen“. Dann brauche man sich auch „nicht so zu verbiegen“.

Susanne Spilker-Gottwald (SPD) betonte, die Bevölkerung habe sich eindeutig für ein Freizeitbad entschieden. Und Angelika Wedderhoff ergänzte, die SPD wolle eben nicht so ein Kombibad wie in Mettingen oder Recke. Wenn man das Aaseebad aufgebe, fehle eine Attraktion in Ibbenbüren. Sicher, sagte Ulrike Sackarndt für die CDU, solle das neue Bad auch eins für die Familie werden, aber man müsse schauen, was man sich leisten könne.

Auch Hermann Thälker (FDP) hatte viele Fragen. „Da kommt bei den 14,3 Millionen Euro für die Sanierung des Aaseebades noch einiges hinzu“, ist er sicher. Werner Dirkes erinnerte daran, dass bei den 18,7 Millionen Euro für einen Neubau aber auch noch die Kosten für den Abriss des Aaseebades hinzukämen.

Die Erste Beigeordnete der Stadt, Cornelia Ebert, berichtete vom Deutschen Städtetag. Dort sei deutlich geworden, dass ein Bad, das nur auf Schul- und Vereinssport ausgelegt sei, als nicht mehr zeitgemäß angesehen werde. Die Menschen erwarteten heute Spannung, Spiel, Geselligkeit und Events.

Werner Dirkes unterstrich, dass man nicht nur auf die Investition schauen dürfe. Wenn es kein Aaseebad mehr gebe, dann kämen auch keine 200 000 Gäste mehr. Dann werde sich die Zahl der Gäste auf 40 000 bis 50 000 reduzieren.

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