Landrat Dr. Klaus Effing nimmt Stellung
„Kreissparkasse Steinfurt muss gut geführt werden“

Tecklenburger Land -

Klares Wort aus dem Chefbüro: „Die Kreissparkasse Steinfurt, zuständig für 20 Städte und Gemeinden, mit einer Bilanzsumme von über 4,2 Milliarden Euro, muss gut geführt werden. Dauerhaft ist das mit nur zwei Vorständen nicht zu machen“, sagt Landrat Dr. Klaus Effing (CDU).

Donnerstag, 17.05.2018, 18:05 Uhr

Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Steinfurt wird sich in seiner Sitzung Anfang des Monats Juli mit den Personalien im Vorstand beschäftigen.
Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Steinfurt wird sich in seiner Sitzung Anfang des Monats Juli mit den Personalien im Vorstand beschäftigen. Foto: DSV

Er reagiert damit auf Nachfrage auf die Amtsniederlegung es bisherigen Vorstandsmitglieds Jürgen Brönstrup (61). Brönstrup wird, wie gestern bereits berichtet, aus gesundheitlichen Gründen Ende dieses Monats seinen Dienst quittieren.

„Wir müssen nun im Verwaltungsrat der Kreissparkasse überlegen, wie das gestaltet werden kann“, sagt Dr. Effing. Klar ist nach seinen Worten, dass es jemanden geben muss, der zukünftig die beiden Vorstände Rainer Langkamp (Vorsitzender) und Heinz-Bernd Buss unterstützt. In welcher Form das passiert, ob es einen neuen dritten Vorstand, einen neuen stellvertretenden Vorstand oder eine andere personelle Lösung geben wird, ist laut Effing noch offen.

Der Sparkassen-Vorstandschef Rainer Langkamp hielt sich auf Anfrage bei diesem Thema außerordentlich bedeckt: „Ich möchte und ich muss die Entscheidungshoheit der Gremien respektieren.“ Langkamp betonte, dass er formal „null Einfluss“ auf die Entscheidung des Verwaltungsrates in dieser Personalfrage hat. Und genau deshalb will er das weitere Procedere auch nicht kommentieren.

Festzuhalten ist, dass das Vorstands-Thema den 20 Mitgliedern (15 Politiker und fünf Mitarbeitervertreter) im Verwaltungsrat natürlich nicht neu ist: Schließlich wissen sie seit Wochen und Monaten, dass die Sparkasse seit über einem halben Jahr während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Jürgen Brönstrup schon von nur zwei Vorständen geleitet wird. Das hat bislang augenscheinlich reibungslos funktioniert. Und es ist laut Kreditwesengesetz auch ausreichend, mit nur zwei Vorständen das Haus zu leiten.

Gemessen am anfallenden Arbeitsvolumen im Vorstand und der Verantwortung für die milliarden-schwere Bilanz passt die Zweier-Lösung aber sicherlich nicht. Daher sollen dem Vernehmen nach im Verwaltungsrat auch schon Lösungsmöglichkeiten und Personaloptionen inklusive Namen diskutiert worden sein.

Der Verwaltungsrat tagt nun am Dienstag, 2. Juli. Es steht zu erwarten, dass dann eine Entscheidung über die Personalsituation im Vorstand der Kreissparkasse Steinfurt fallen wird. Mit zusätzlicher personeller Unterstützung, mit einem neuen dritten Mann (oder auch einer Frau) ergäbe sich dann auch eine Perspektive für eine zukunftsfähige Ausrichtung des Hauses.

Da Vorstände in der Regel einen Fünfjahresvertrag bekommen, könnte ein Neuer (der wohl die in Sachen Vorstandspräsenz verwaiste Hauptstelle in Greven besetzen müsste) noch über dreieinhalb Jahre bis Ende 2021 mit Heinz Bernd Buss (Steinfurt) kooperieren.

Der aktuelle Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Rainer Langkamp läuft noch bis Mitte 2019, einer Verlängerung um weitere fünf Jahre dürfte nichts entgegenstehen. Ein personell ergänztes Führungsteam hätte also einige kooperative Jahre vor sich. Möglicherweise ist dann auch Zeit genug, das Thema Fusion noch einmal anzugehen und aus dem Institut, das bisher die Kreissparkasse im Namen trägt, auch eine wirkliche Kreissparkasse zu machen.

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