Kreis Steinfurt

Mi., 01.09.2010

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„Wir müssen unser Leben ändern“

Karl Lamers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, begrüßte die Kongressteilnehmer. Foto: (Achim Giersberg)
Von Achim Giersberg

Emsdetten/Kreis Steinfurt - „Wir leben in einer Welt, aber sie ist alles andere als eine geeinigte Welt. Und sie ist ungerecht, weil sie Lebensgüter und Chancen so ungleich verteilt“ resümierte Karl Lamers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gestern zum Auftakt eines Kongresses in Emsdettener Bürgersaal. Rund 70 Vertreter aus Politik, haupt- und ehrenamtlichem Naturschutz waren der gemeinsamen Einladung von Stiftung und Kreis Steinfurt gefolgt, um sich über die Angebote der Stiftung zu informieren und aktuelle Themen in vier Workshops am Nachmittag zu diskutieren. „Wir müssen unser Leben ändern“, schrieb ihnen Lamers ins Stammbuch - angesichts der eigentlich nachvollziehbaren Forderung von Entwicklungsländern, Emissionsquoten pro Kopf zu beschränken. Die Stiftung wolle ihren Beitrag dazu leisten und habe deshalb großes Interesse daran, in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden. Der erste Umweltkongress dieser Art sei für die Stiftung ein Experiment - und werde sicher eine Fortsetzung erleben.

Landrat Thomas Kubendorff, selber Mitglied im 21-köpfigen Stiftungsrat, nutzte die Gelegenheit, die vielen Klima- und Umweltschutzprojekte des Kreises vorzustellen. Von der Gründung des Agenda-21-Büros, über „energieautark 2050“, Ökoprofit, Haus im Glück, Wallheckenmanagement, Leader-Programm oder die Nutzung von Biogas: Kubendorff machte klar, dass der Zukunftskreis Steinfurt, diese Bezeichnung tatsächlich verdient habe.

Stiftungsgeschäftsführer Eberhard Neugebohrn stellte die Förderpraxis der Stiftung („zum Thema“) vor. Nicht Einzelpersonen, sondern nur gemeinnützige Organisationen könnten Förderanträge stellen. Projekte müssten sich an Menschen in NRW wenden, mindestens 20 Prozent der Kosten müssten vom Projektträger selbst erbracht werden. Stolz sei man auf die umfangreiche Beratung während des Antragsverfahrens, betonte Neugebohrn.

Übrigens: In den Kreis Steinfurt flossen seit 2001 rund 1,2 Millionen Euro an Fördermitteln der Stiftung - „nicht schlecht für einen Landkreis“, meint Neugebohrn. Aber es könne gerne noch mehr werden, ermunterte er potenzielle Antragsteller.

» Infos und Antragsformulare unter www.sue-nrw.de


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