Bundes-Freiwillige leisten tolle Arbeit
Fr., 20.01.2012
Michelle Loddenkötter und Jörg Stapel leisten als Bundes-Freiwillige im Haus Widum gute Arbeit
Ladbergen -
Im Seniorenheim in Ladbergen verrichten zwei Bufdis ihren Dienst: Michelle Loddenkötter und Jörg Stapel sind sowohl bei den Bewohnern als auch bei ihren regulären Kollegen beliebt. Die Beiden leisten eine besondere Hilfe.
|
|
Michelle Loddenkötter und Jörg Stapel sind Bufdis. Was? Sie sind beim Bundes-Freiwilligen Dienst. Die Bezeichnung ist für Helmut Röntgen und Konrad Ernst sowie die insgesamt 90 Bewohner des Ladberger Seniorenheims Haus Widum wohl kaum entscheidend. Wichtig ist ihnen vielmehr, dass die beiden Bufdis für sie da sind. Michelle Loddenkötter ist im Pflegedienst auf den Stationen tätig. Jörg Stapel ist dem technischen Bereich angegliedert und unterstützt den Hausmeister.
„Die zwei sind unsere ersten Bufdis und es läuft richtig gut“, sagt Elke Bierbaum. Die Leiterin des Seniorenheims freut sich gemeinsam mit ihren Kollegen über die Unterstützung. „Es ist eine Bereicherung für uns, wir können unseren Bewohnern mehr anbieten.“
Michelle Loddenkötter hat einen guten Draht zu den Senioren. Das wird sofort deutlich, als sie Konrad Ernst im Rollstuhl durch den Gang schiebt. Liebevoll, aber mit Respekt, streicht sie dem alten Mann die Haare glatt. Er will schließlich gut aussehen auf dem Zeitungsfoto. Das klappt!
Seit September vergangenen Jahres ist Michelle Loddenkötter ein Bufdi. Die junge Frau aus Ostbevern hat vorher eine Ausbildung zur Sozialhelferin absolviert. Ihr Ziel ist ein Ausbildungsplatz als medizinische Fachangestellte, das ist die korrekte Bezeichnung für Arzthelferinnen. Letztes Jahr hat es nicht geklappt, jetzt unternimmt sie einen neuen Versuch, hat Bewerbungen geschrieben und schon einige Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten. Auf ihr Bufdi-Dasein im Altenheim erfährt sie darin oft positive Resonanz. Die besseren Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Michelle Loddenkötter wichtig. Und ebenso: „Ich wollte in der Zwischenzeit etwas Sinnvolles tun.“
Die 18-jährige ist Vollzeit-Bufdi. Sie hat eine fünfeinhalb Tage Woche, arbeitet im Schichtdienst und – wie ihre regulären Kollegen – auch im regelmäßigen Turnus an Wochenenden. Sie ist als zusätzliche Kraft auf den Stationen, hilft den Bewohnern unter anderem beim Ankleiden und Waschen und reicht ihnen Essen. Oft begleitet sie Senioren bei Arztbesuchen in den Ort. Dafür bekommt sie 374 Euro ausgezahlt. Ein Taschengeld, mehr aber auch nicht.
Die Arbeit im Seniorenheim Haus Widum ist der jungen Frau indes nicht nur als Bufdi bekannt. Im Zuge ihrer Ausbildung Sozialhelferin hat sie bereits ein fünfwöchiges Praktikum im sozialen Dienst der Einrichtung absolviert.
Auch Jörg Stapel wusste worauf er sich einlässt, als er Ende vergangenen Jahres Bufdi im Seniorenheim wurde. Vorher hatte er einen Brückenjob in der Einrichtung. Seine Aufgaben sind indes gleich geblieben: Der 51-jährige Ladberger unterstützt den Hausmeister. Er erledigt kleine Reparaturen und übernimmt Fahrdienste. Regelmäßig versorgt er die Bewohner in ihren Zimmern mit Getränken. Wenn die Wasserflaschen ausgetauscht werden, gibt es auch immer einen kleinen Snack. Der Mann ist beliebt und herzlich willkommen bei den Bewohnern. „Das ist hier genau mein Ding. Die Arbeit macht mir Spaß. Es könnte ein bisschen mehr Geld geben“, stellt er heraus. Jörg Stapel arbeitet als Teilzeit-Bufdi, vier Stunden am Tag. Er hofft darauf, im sozialen Bereich irgendwann einen richtigen Job zu bekommen.
| Bundes-Freiwilligendienst
