Fr., 19.10.2012

André Hölscher stellt Antrag beim Kreis Steinfurt „Keine Jäger auf meiner Wiese“

André Hölscher stellt Antrag beim Kreis Steinfurt : „Keine Jäger auf meiner Wiese“

André Hölscher, alias Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp, will keine Jäger auf seiner Wiese. Foto: Alfred Riese

Ladbergen - 

André Hölscher ist ein Gegner der Treibjagd. Auf seinem Grundstück in Ladbergen will er die Grünröcke nicht haben. Dafür hat er einen Antrag beim Kreis Steinfurt gestellt.

Von Karin C. Punghorst

André Hölscher ist ein Gegner der Treibjagd. „Das ist meine Sache und hat mit meinem künstlerischen Leben als Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp nix zu tun.“ Das ist dem in Ladbergen lebenden Comedian wichtig.

Es geht um einen Vorfall am 17. Oktober in Ladbergen. Eine Jagdgesellschaft will über das rund 4,6 Hektar große Grundstück des Ladbergers. „Das ist legal, denn als Grundbesitzer muss ich per Gesetz auch meine Wiese für die Jagd zur Verfügung stellen“, erklärt Hölscher.

Das will Hölscher aber schon lange nicht mehr und hat einen Antrag beim Kreis Steinfurt auf jagdrechtliche Befriedung der eigenen Flächen gestellt.

Hölscher beruft sich auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Gerichtshof hat entschieden, dass kein Grundstückseigentümer gegen seinen Willen dulden muss, dass auf seinem Grund und Boden gejagt wird. Der Zwang verstößt gegen die Menschenrechte.

Die Umwandlung in nationales Recht lässt in Deutschland indes noch auf sich warten. Deshalb konnte Hölscher die Jäger vor einigen Tagen nicht am Betreten seines Grundstücks hindern, stellte sich aber demonstrativ mitten auf die Wiese.

„Ich will es nicht mehr hinnehmen, dass auf meinem Grundstück mit einer Schusswaffe Tiere erlegt werden.“

Die Jäger seien unverrichteter Dinge um seine Wiese herum gelaufen.

Ganz in der Nähe sah das offenbar anders aus: Wohl aufgeschreckt von der Jagd rissen Pferde auf eine Nachbarwiese aus. „Alles nicht so tragisch“, sagt Eigentümer Bernd Richter. Die Vierbeiner seien unverletzt wieder eingefangen worden.

Auch die Polizei war alarmiert worden. Der Einsatz sei schnell beendet gewesen, als die Pferde wieder unversehrt an Ort und Stelle waren.

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