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So., 24.02.2013

Nick Stucke berichtet beim Männerfrühstück über seinen Aufenthalt in Simbabwe Ein beeindruckendes Land

Die Teilnehmer des Männerfrühstücks waren bewegt von den Geschichten, die Nick Stucke (stehend) aus Simbabwe mitgebracht hatte.

Die Teilnehmer des Männerfrühstücks waren bewegt von den Geschichten, die Nick Stucke (stehend) aus Simbabwe mitgebracht hatte. Foto: Anika Leimbrink

Ladbergen - 

Sein Aufenthalt in Simbabwe war für Nick Stucke ein einmaliges Erlebnis. Im Rahmen des Männerfrühstücks berichtete er jetzt über seine Erfahrungen.

Von Anika Leimbrink

71 Tage in Simbabwe . Für Nick Stucke eine einmalige Erfahrung. Im Rahmen des Konkreten Friedensdienstes der Bundesinitiative NRW erlebte der Student der Sozialen Arbeit im vergangenen Jahr Land und Leute. Anlässlich des Männerfrühstücks im Gasthaus „Zur Post“ berichtete Nick Stucke über seine Eindrücke und Erlebnisse in dem südafrikanischen Binnenstaat.

Ab September vergangenen Jahres verbrachte Nick Stucke seine Zeit in Simbabwe. „Mich faszinieren das Land, die Leute und die Kultur dort,“ erläutert er. Hinzu kam, dass er selbst einmal erleben wollte, wie eine Gesellschaft in Armut überlebt und „was Armut überhaupt bedeutet“. Etwas, was Stucke eindrucksvoll vermittelt bekam. Die Frauen in den ländlichen Bereichen von Simbabwe holen zweimal am Tag Wasser aus einer kilometerweit entfernten Quelle, da es anders keine Wasserzufuhr gibt. 20 Liter tragen sie dann auf ihren Köpfen. Wenn die Quelle versiegt, wird das Wasser aus einem dreckigen Wasserloch geholt, an dem sonst Tiere ihren Durst löschen. Landwirtschaft ist aufgrund des wenigen Wassers kaum vorhanden.

Als Nahrung dienen hauptsächlich Maismehl, Kohl und etwas Hühnchen oder Rind und ein sehr süßer Sirup. Eine Solarzelle in dem Dorf ist die einzige Möglichkeit Strom zu erhalten und wird von den Dorfbewohnern wie ein Schatz gehütet, erzählt Stucke.

Während seiner Zeit in Simbabwe verbrachte er einige Zeit in der Partner-Arche der Tecklenburger Arche in Harare. Dort arbeitete er mit behinderten Kindern, die von ihren Eltern in das Heim gegeben wurden. „Denn ein behindertes Kind wird bei den Menschen in Simbabwe als Strafe für einen Fehler in der Vergangenheit angesehen“, erläutert Stucke. Obwohl inzwischen ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. „Das war eine ganz tolle Arbeit und Erfahrung,“ berichtet Stucke begeistert beim Anblick der mitgebrachten Fotos. Nick Stucke erlebte auch das religiöse Leben in einer Kirchengemeinde der lutherischen Kirche. Die Gottesdienste dort zeichneten sich durch sehr viel Gesang aus, so Stucke. Überhaupt sei Musik sehr wichtig in Simbabwe. Auch Feste werden gerne gefeiert. An seinem letzten Tag gab es ein Fest zu seinen Ehren. Nick Stucke machte so die Erfahrung, dass die Menschen trotz ihrer Armut ihren Lebenswillen offen nach außen tragen. „Die Herzlichkeit und Freundlichkeit war beeindruckend,“ berichtete der Student angetan.

Mit diesem Vortrag haben die Initiatoren des Männerfrühstücks, Werner Suhre, Alexander Fenker, Bodo Müller und Günther Haug, es wieder geschafft, ihren Gästen ein tiefgreifendes Thema zu servieren.

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