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Sa., 16.03.2013

Seemännische Gesangskunst auf der Kulturbühne Dem Blosewind-Virus erlegen

Der kleinste Shanty-Chor der Welt: Schon bei ihrem Begrüßungslied „Wir sind‘s“ hatten die Blosewinds die Herzen aller Zuschauer im Sturm erobert.

Der kleinste Shanty-Chor der Welt: Schon bei ihrem Begrüßungslied „Wir sind‘s“ hatten die Blosewinds die Herzen aller Zuschauer im Sturm erobert. Foto: Axel Engels

Ladbergen - 

Sie sind der kleinste Shanty-Chor der Welt – Die Blosewinds aus Münster. Gleich mit ihrem ersten Song sangen sich die Männer in die Herzen der Besucher der Kulturbühne.

Von Axel Engels

Auch Ladbergen ist, wie schon so viele Orte im Münsterland, dem Blosewind-Virus erlegen. Der kleinste Shanty-Chor der Welt trieb am Donnerstag im Saal bei „Buddemeier“ vor 100 begeisterten Fans seemännischer Gesangskunst sein umtriebiges Unwesen. Am Ladbergener Hafen vorbei führte die drei Blosewinds der Weg zur Kulturbühne , die mit diesem Trio aus der Weltstadt Münster ihr Kulturangebot um eine mitreißende Facette bereichert hat.

Die drei sympathischen Blosewinds haben ihre maritime Leidenschaft in ihrem Münsteraner Heimathafen am Kreativkai entdeckt, auf dem Aasee mit Tretboot bei Schwanenbegleitung wohl so richtig ausgelebt. Am Ladbergener-Hafen vorbei waren sie angereist, um mit ihrem Gesang und ihren süffisanten Plaudereien für Furore zu sorgen.

Ein Kapitänspatent besitzen die drei wohl nicht, auch keine der üblichen Schipperlizenzen. Aber dafür brachten sie einen Stoff-Papagei, Seemannskiste, Aloah-Umhängeschmuck und jede Menge Gute-Laune-Musik mit nach Ladbergen. Schon bei ihrem Begrüßungslied „Wir sind‘s“ hatten sie die Herzen aller im Sturm erobert, wenn dann noch bei „Windstärke 4“ alle Mann gemeinsam an Bord gingen, gab es im Saal kein Halten mehr.

Karibisches Flair versprühten die drei Männer unter Mithilfe des gesamten Publikums, wobei die weiblichen Besucherinnen erst einmal von den charmanten Seemännern mit Blumenkränzen geschmückt wurden, bevor sie der Schönheit der süßen Girls von Trinidad huldigten.

Schunkeln und Mitsingen wurden bei allseits bekannten Liedern wie „Nimm‘ uns mit auf die Reise, Kapitän“ und Achim Reich ‘s „Aloah Heh“ an diesem turbulenten Abend die Lieblingsbeschäftigungen der Ladbergener. Wenn der Seemann das Träume lassen sollte, die Mannen vor Madagasgar lagen und der Hamburger Veermaster der untergehenden Sonne entgegen schipperte, erklang die selbstkomponierte Hymne an den Aasee ganz bravourös.

Auf solch ein Seemannsgarn muss man erst einmal kommen, die Blosewinds haben da in Zeiten von Rudelsingen und Singding wohl eine wunderbare Marktlücke entdeckt. Bei ihrem Seemannsblues „Ich möcht zurück an den Hafen“ tropfte nur so der gefühlvolle Schmalz über die Reling.

Mit Gin und Rum verlebte man köstliche Tage am Meer, auch ein Besuch „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ durfte an diesem seligen Abend nicht fehlen, hätte sogar Hans Albers seine wahre Freude am Gesang der Blosewinds gehabt.

Zwischen den wunderbarsten Shanties der Welt konnte man Raum und Zeit vergessen, gemeinsam sich im Klang der stimmungsvollen Lieder treiben lassen.

Aber dieser Abend hielt auch einen kleinen Wermutstropfen für die Liebhaber nordischer Weisen bereit. Die Zeit verging einfach viel zu schnell zwischen dem „Donkey Riding“ und dem „Last Shanty“. Aber Tränen vergießen musste man nicht bei dem „Blosewinds‘ Abschiedslied“, der Heimathafen des Trios ist ja nicht so weit und dort kann man sie ja zum Austausch von Erlebnissen auf hoher See jederzeit wiedertreffen.

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