Do., 18.04.2013

Kindergarten „Die Kleinen Strolche“ Therapiehund Sam lässt Kinderaugen leuchten

Ladbergen - 

Wenn Sam einmal in der Woche in den DRK-Kindergarten „Die kleinen Strolche“ kommt, leuchten die Augen der Kinder. Der schwarze Labrador ist ein Therapiehund, der unter anderem helfen soll, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.

„Sam ist da!“ leuchtende Augen und ein Lächeln huscht über das Gesicht von Lilli. Wie auch die anderen Kinder freut sie sich ganz besonders auf den „Sam-Tag“ im Kindergarten „Die kleinen Strolche“. Einmal wöchentlich besucht der schwarze Labrador den Kindergarten.

Sam ist als Therapiebegleithund Nachfolger von „Ben“, der inzwischen in „Rente“ gegangen ist.

Den zwei Jahre alten Hund hat Besitzerin und Erzieherin Nicole Richter im Tierheim gefunden. „Dass ich dort so einen Goldschatz finde, hätte ich nie gedacht“, sagt sie über das Tier. Sam hat seit Mai 2012 ein neues Zuhause bei Nicole Richter und ihrer Familie gefunden.

Schon bald danach begann die Ausbildung und im Februar 2013 bestand Sam seine Prüfung in Rheine und ist nun vom TBD geprüfter Therapiebegleithund im DRK-Kindergarten.

In der Ausbildung wurden in zahlreichen Theorie- und Praxisblöcken Gehorsamkeit und ungewohnte Therapiesituationen trainiert.

Aus vielen wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass die Mensch-Tier-Beziehung eine besondere und wertvolle Verbindung ist, die viele Möglichkeiten bietet, schreibt der Kindergarten

Die Eigenschaften eines Hundes, professionell eingesetzt als Therapiebegleithund, erfüllen ganz besondere Zwecke, die die therapeutische und pädagogische Arbeit effektiver und qualitativ hochwertig gestalten lassen und zu einer Verbesserung des Lern- und Entwicklungsklimas führen, erläutert der Kindergarten die Aufgaben des Hundes.

Ergänzend heißt es: „Der Einsatz von Sam im Kindergarten ist sehr vielfältig. Er unterstützt und fördert die Sozialkontakte der Kinder, lehrt Regelakzeptanz und steigert das Selbstbewusstsein. Bei Massageeinheiten nehmen die Kinder ihren Körper bewusster wahr. Bei Spaziergängen und dem wöchentlichen Turnen wird die Bewegungsfreude angeregt.“ Selbst für sehr ängstliche Kinder habe Sam einen hohen Aufforderungscharakter, dass sie ihm über Bänke und durch Tunnel folgen und so Dinge ausprobieren, für die ihnen sonst der Mut fehlt.

Voraussetzung für den Einsatz sei auch, dass Sam regelmäßig zu einem Gesundheitscheck beim Tierarzt vorgeführt werde, verbunden mit einer Entwurmung. Einmal im Jahr werde zudem der Impfkalender ergänzt.

Auch der Versicherungsschutz durch die Berufsgenossenschaft des Kindergartens, sowie durch die private Haftpflichtversicherung der Hundehalterin sei gewährleistet.

Der DRK-Kindergarten freut sich, nach der bestanden Prüfung, die tiergestützte Therapie als festes Angebot einzurichten und somit nicht nur den nichtbehinderten Kindern in der Tagesstätte, sondern auch den sprachenwicklungsverzögerten und körperbehinderten Kindern durch den Einsatz von Sam eine weitere Fördermöglichkeit bieten zu können.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1612426?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F1782640%2F1782642%2F