Anzeige

Fr., 13.11.2015

„Blosewinds“ holt das Publikum ins Boot Matrosen sorgen für Stimmung

Für ein „ausverkauftes Deck“ sorgte der Shanty-Chor „Blosewinds“ bei Buddemeier. Mit Seemannsmusik und Comedy begeisterten die drei Matrosen.

Für ein „ausverkauftes Deck“ sorgte der Shanty-Chor „Blosewinds“ bei Buddemeier. Mit Seemannsmusik und Comedy begeisterten die drei Matrosen. Foto: Anne Reinker

Ladbergen - 

Mit Kurs auf das Heidedorf sind sie aus Münster angeschippert, der Anker wird vor der Kulturbühne geworfen: Die Gruppe „Blosewinds“ bringt am Donnerstag maritimes Flair zu „Buddemeiers“. Der vermutlich kleinste Shantychor der Welt zeigt den Besuchern, dass sich Seemannsmusik, Folk-Pop und Comedy vortrefflich verbinden lassen. Und sorgen nicht nur für ein „ausverkauftes Deck“, sondern auch für pure Begeisterung.

Von Anne Reinker

Keine Schipperlizenzen, dafür aber Kapitänsmütze und Mundharmonika haben die drei Matrosen – Guido Kolk , Detlef Sult und Marcel Langenohl – in ihrem Seesack. Mit typischen Seemannsliedern wartet die „Blosewinds“-Crew zu Beginn auf und schlägt bereits mit dem „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise“ eine stabile (Landungs)brücke zum Publikum. Direkt in das schwungvolle Boot geholt, zeigen sich die Zuschauer schunkelnd und mitsingend den Seemännern überaus wohlgesonnen. Bei „Windstärke 4“ geht es dann gemeinsam auf die mehrstündige Fahrt.

Dass die „Blosewinds“ gerne auch im heimatlichen Hafen anlegen, betonen die Münsteraner „Seemänner“ mit einer Huldigung an den Aasee . Denn „wer braucht schon die Nordsee, die stinkt doch nach Fisch“. Münster dagegen habe den „schönsten See der Welt“. Das Publikum pflichtet dem mit Begeisterungspfiffen bei.

Die ausgelassene Stimmung, die zwischen Bühne und Auditorium hin und her schwappt, freut auch die Matrosen. „Ladbergen, ich habe mich in Dich verliebt“, macht Detlef Sult seiner Begeisterung über die gut gelaunten Besucher Luft.

Ob ein wenig karibisches Flair a là Achim Reichel `s „Aloah Heh“ oder „Wann ist der Mann ein Seemann“, angelehnt an den Hit von Herbert Grönemeyer: Neben eigenen Texten und Melodien parodieren die musikalischen Seeleute die vom Festland stammenden Lieder. Zwischendurch lassen die Sänger aber auch die für Shantys so typische Melancholie und Wehmut zu.

Ordentlich Tempo legen die „Blosewinds“ nach der Pause zu. Mit der „Kaline aus Münster City“ holen sie wieder ihre Heimatliebe an Bord. Schlagzeug, Gitarre und Akkordeon werden von den Männern nicht geschont, eher deren akustischen Grenzen ausgelotet. Das finale Lied passt sich der Stimmung an. Mit dem rustikal-maritimen „What shall we do with the drunken sailor“ stechen die drei Leichtmatrosen nach weit über zwei Stunden Programm wieder in See, Richtung Heimathafen Münster.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3625913?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F