Fr., 15.01.2016

Rena Schwarz auf der Kulturbühne Wer „Schatzi“ sagt, meint Schaf oder Ziege

Ins Schwarze getroffen hat Rena Schwarz bei ihrem Auftritt auf der Kulturbühne. Das Publikum ist von der ersten Minute an dabei und amüsiert sich köstlich bei den Ausführungen der Kabarettistin.

Ins Schwarze getroffen hat Rena Schwarz bei ihrem Auftritt auf der Kulturbühne. Das Publikum ist von der ersten Minute an dabei und amüsiert sich köstlich bei den Ausführungen der Kabarettistin. Foto: Anne Reinker

Ladbergen - 

Sie spricht am Donnerstag anscheinend vielen Zuhörern aus der Seele. Mit ihrem Programm trifft Rena Schwarz voll ins Schwarze. Denn ihre Erzählungen als Single bringt die Schauspielerin und Kabarettistin authentisch, mit allerhand höchst amüsanten Ausführungen, wieder. Die etwa 100 Zuhörer hat sie dabei voll auf ihrer Seite: von der ersten Minute an fühlen die sich gut unterhalten.

Von Anne Reinker

„Jung, attraktiv . . . und übrig.“ So hat sich Rena Schwarz angekündigt und stößt im Zuschauerraum, in dem viele „Erstbesucher“ Platz gefunden haben, auf Gleichgesinnte. Während sie mit Besucherin Uta auf einer Wellenlänge schwimmt, entdeckt sie zwischen den „friedhofsblonden“ Gästen mit so manchen vielversprechenden „Honigbären“ wie Friedhelm und Otto so einiges an Potenzial.

Wie praktisch, denn Rena Schwarz sucht doch einen Mann mit Fähigkeiten im Haushalt. „Für den Müll, die Spülmaschine und den Anruf bei der Putzfrau“, erklärt sie. Als „dezent animalischen“ Favoriten entdeckt sie Horst im Publikum. Dessen Frau Monika nimmt`s zum Glück mit Humor.

Doch auf ihrer Suche nach dem Traummann habe sie mittlerweile ihre Suchkriterien heruntergefahren. „Ich bin jetzt auf der Stufe des Säugetiers angekommen,“ meint sie etwas frustriert. Auch musikalisch thematisiert sie ihre Suche bei der Bundeswehr, dem Sport und im Baumarkt. „Das glaubt mir keiner, dass es mich zu Muffen zieht“, singt sie.

Tipps für Ü-30-Partys in Schloss Holte-Stukenbrock hat Rena Schwarz viele parat. Aber man müsse sich dort natürlich mit „Fleckvieh und Milchquoten“ auskennen. Ein Highlight im Programm ist die Anteilnahme, die sie von Angela Merkel erfährt. Mit dem Brief aus Berlin zeigt Schwarz, dass sie die Bundeskanzlerin täuschend echt parodieren kann. Ein Tipp von Merkel: „Versuchen Sie es in der Uckermark, da sind die Männer nicht so wählerisch.“ Auch an den Enttäuschungen, die sie bei der Partnersuche in verschiedenen Internetportalen erlebte, lässt Rena Schwarz auf unterhaltsamster Art und Weise teilhaben.

Habe man erst den richtigen Partner gefunden, gingen die Probleme weiter. Schlimm seien manche Koseworte. „Besonders Schatzi“, findet die Schauspielerin. „Wer das sagt, kann sich nicht entscheiden ob Schaf oder Ziege.“ Und der Mann möchte doch mit den magischen drei Worten „Ich liebe Dich“ nur eines erreichen: Küche oder Bett.

Das Publikum ist schier begeistert von Rena Schwarz, was auf Gegenliebe stößt. „Ihr seid die humorvollsten Zuschauer im ganzen Münsterland.“ Während man in Bielefeld „zum Lachen nicht in den Keller, sondern in den Bunker geht“, die Ostwestfalen nur innerlich lachen und die Unterfranken nichts verstehen, aber „klatschen wie bekloppt“, trifft sie im Heidedorf auf ein tolles Publikum.

„Da haben die Organisatoren wieder einen Volltreffer gelandet“, lobt ein Zuhörer die gute Programmauswahl für die Kulturbühne. Das soll sich am 11. Februar fortsetzen. Dann tritt Christoph Tiemann vor das Ladberger Publikum.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3739236?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F