Mi., 03.02.2016

Ladberger CDU diskutiert über Flüchtlingskrise Karliczek will „Lösungen statt Populismus“

Ladbergen - 

Leckerer Grünkohl und aktuelle Informationen: Das gab es im Rahmen der traditionellen Winterwanderung des CDU-Ortsverbandes Ladbergen. Zu Gast waren auch die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek, der ehemalige Landtagsabgeordneten Josef Wilp und Bürgermeister Udo Decker-König. Gesprächsthema war die Flüchtlingsproblematik.

Das Wandern ist nicht nur des sprichwörtlichen Müllers Lust. Auch gestandene Politiker lassen sich gern einmal frischen Heidedorf-Wind um die Nase wehen. Vor allem dann, wenn es am Ende der Tour nicht nur leckeren Grünkohl, sondern auch Informationen und Diskussionen zu aktuellen Themen gibt. So wie jetzt beim CDU-Ortsverband, dessen Mitglieder zum Abschluss ihrer traditionellen Winterwanderung in der Gaststätte „Waldschänke“ mit der Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Josef Wilp und Bürgermeister Udo Decker-König über die Flüchtlingsproblematik sprachen.

Wie es in einer Mitteilung heißt, berichtete Anja Karliczek von den Bemühungen der Bundesregierung, die Aufgaben zu bewältigen, die sich aus der Flüchtlingssituation ergeben. Insbesondere habe sie auf die Notwendigkeit einer europäischen Lösung hingewiesen, die im Rahmen von Gipfelveranstaltungen auf EU-Ebene zentrales Thema sein werde.

Einerseits komme es dabei auf Hilfe für Menschen an, für die im Kriegsgebiet in Syrien Gefahr für Leib und Leben bestehe. Angela Merkel setze sich zu Recht für die Rettung dieser bedrohten Menschen ein, so die Politikerin. Andererseits seien die wirtschaftlichen Probleme vieler Menschen aus unterschiedlichen Ländern nicht dadurch zu lösen, dass diese nach Deutschland geholt würden. Es müsse die Unterstützung vor Ort im Heimatland verbessert werden. Gleichzeitig erfordere die aktuelle Situation eine Verbesserung des Schutzes der EU-Außengrenzen.

„Viele Menschen, die aus verständlichen wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, müssten im langen Verwaltungsweg wieder abgeschoben werden, da ihnen keine Gefahr droht und daher kein Asylgrund vorliegt“, so Karliczek. Es sei aber billiger Populismus, wenn „wie seitens der AfD Stimmungsmache an die Stelle von seriösen politischen Entscheidungen“ gesetzt werde. Dies führe nicht zu vernünftigen Lösungen, die auch der humanitären Situation der wirklich Hilfebedürftigen gerecht würden.

Der Ortsvorsitzende der CDU Ladbergen, Dr. Markus Boertz, begrüßte eine von der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag initiierte Debatte um die Weigerung von prominenten SPD-Politikern, an Diskussionsrunden unter Einschluss der AfD teilzunehmen. Man müsse sich politisch mit dieser Gruppierung auseinandersetzen und den Menschen, die sich derzeit von der AfD angesprochen fühlten, „vernünftige Antworten auf die anstehenden Fragen aufzeigen.“

Die AfD, so warnte Boertz, sei jedenfalls keine politische Eintagsfliege, die sich schnell wieder verflüchtigen werde.

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