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Sa., 18.03.2017

Grundschulkinder nehmen Reformator unter die Lupe Mit Luther auf Du und Du

Experiment geglückt: Die Kinder aller Grundschulklassen auf ein Foto zu bringen, ist gar nicht so einfach. Mit Hilfe des Lehrerinnen-Teams ist es gelungen. Sogar Martin Luther passte noch ins Bild.

Experiment geglückt: Die Kinder aller Grundschulklassen auf ein Foto zu bringen, ist gar nicht so einfach. Mit Hilfe des Lehrerinnen-Teams ist es gelungen. Sogar Martin Luther passte noch ins Bild. Foto: Sigmar Teuber

Ladbergen - 

Martin Luther. Im Reformationsjahr 2017 ist der Mann, der am 31. Oktober 1517 seine Thesen ans Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg genagelt habe soll, in vieler Munde. Doch wer war dieser Augustinermönch eigentlich? Die Kinder der Grundschule wissen es genau.

Von Sigmar Teuber

Martin Luther. Im Reformationsjahr 2017 ist der Mann, der am 31. Oktober 1517 seine Thesen ans Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg genagelt habe soll, in vieler Munde. Doch wer war dieser Augustinermönch eigentlich?

Die Kinder der Grundschule wissen es genau. Schließlich war Luther (in Form einer von 50 Figuren, die der Kirchenkreis auf die Reise geschickt hat) einige Wochen lang bei ihnen zu Gast. Gestern fand in der Aula die Abschuss-Veranstaltung zu den Lutherwochen der Schule statt.

Ebenso wie Martin Luther zu seiner Zeit hatten auch die Mädchen und Jungen mit Hilfe ihrer Lehrerinnen viel über Gott und die Kirche nachgedacht. Wie ist Gott? Straft er die Menschen? Oder ist er ein Gott, der die Menschen liebt und will, dass es ihnen gut geht? Diese Frage wussten die Kinder zu beantworten. „Er liebt die Menschen“, sind sie sich einig.

Wie Schulleiterin Dr. Ulrike Itze den Schülern anhand von einem Film und Liedern erklärte, wollte Martin Luther seinerzeit etwas verändern. „So begann die Reformation. Diese führte leider auch dazu, dass es zwei christliche Kirchen gibt: die evangelische und die katholische. Das ist bis heute so“, verdeutlichte sie den aufmerksam zuhörenden Mädchen und Jungen.

Diese hatten sich nicht nur mit den Thesen des Reformators beschäftigt. Sie haben auch selbst welche erstellt. Vorgetragen wurden sie von Kindern der dritten und vierten Klassen. Sie lauten:

> Heiße jeden willkommen

> Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

> Helft euch gegenseitig

> Lasst den Krieg und lebt in Frieden

> Passt auf die Welt auf

> Gott hat verschiedene Namen

> Gott ist ein Freund für alle

> Alle Religionen sollen aufeinander zugehen

> Die Christen sollen wieder eine Kirche werden

> Die Kirche soll sich mehr für Kinder einsetzen.

Nicht nur diese Thesen haben die Kleinen der Luther-Figur in ihr Buch geschrieben. Sie haben die Figur auch mit Sprüchen und Handabdrücken versehen, die deutlich machen, wie intensiv sie sich mit dem Thema Luther und die Reformation auseinandergesetzt und es auf die heutige Zeit übertragen haben. Auch Ulrike Itze hat ihren Beitrag geleistet. In lateinischer Schrift: „Sola fide“ (allein durch Glauben) – sola scriptum (allein durch die Schrift) – sola gratia (allein durch den Glauben)“.

Eine Woche lang bleibt die Luther-Figur noch in der Grundschule, dann zieht sie weiter. Zuerst in den Sonnenkindergarten, dann in die evangelische Kirche, um dort die Gedanken der Kinder und anderer Menschen aufzunehmen. Schon gestern gaben ihm die Grundschüler ihr Schullied mit auf den Weg.

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