Do., 25.05.2017

bärenfest Ladbergen Der „Ladberger Schütze“

Rüdiger Lübben präsentiert die Nullnummer des inzwischen 18. Bären, der speziell fürs Bärenfest in limitierter Auflage in Handarbeit hergestellt wird.

Rüdiger Lübben präsentiert die Nullnummer des inzwischen 18. Bären, der speziell fürs Bärenfest in limitierter Auflage in Handarbeit hergestellt wird. Foto: Michael Baar

Ladbergen - 

Es ist das 18. Sondermodell, das Rüdiger Lübben zum Bärenfest in Ladbergen präsentiert. In diesem Jahr ist es ein Teddy in Schützenuniform. 67 Exemplare werden davon in Handarbeit hergestellt.

Von Michael Baar

In einem unterscheidet sich der Bär, der zum 24. Bärenfest herausgegeben wird, nicht von seinen Vorgängern: Es gibt ihn nur in einer limitierten Auflage von 67 Exemplaren. Und die werden, jedes für sich, ganz schmuck aussehen. „Ladberger Schütze“ heißt das Sondermodell, das Rüdiger Lübben bei der offiziellen Eröffnung des Bärenfestes am 10. Juni präsentieren wird.

Grüne Uniformjacke, darunter ein weißes Hemd mit grünem Schlips, Epauletten auf den Schultern, Schnüren und Bänder, selbstverständlich mit Schützenmütze – der aus Mohairplüsch gefertigte und mit Holzwolle gefüllte Bär steht wie eine Eins. Oder liegt es an der Standarte, die er in der rechten Pfote hält? Auf der finden sich das Ortswappen sowie der Hinweis auf die Ladberger Schützenvereine: Overbeck, Wester und Hölter.

„Die drei Vereine hätten es gerne gesehen, wenn ihre Wappen auch aufgebracht worden wären“, erzählt der „Bären-Vater“. Doch dafür wäre wohl nur noch Platz auf dem Rücken der Schützenjacke gewesen – und die Figur hätte wie eine Werbetafel gewirkt.

Ursprünglich hatte Rüdiger Lübben an einen Ballonfahrer als Motiv für den inzwischen 18. Bärenfest-Bären gedacht. „Mein Großvater war ein Ballonpionier“, nennt der Ladberger den Hintergrund für diese Gedankenspiele. Doch davon ist er schnell abgekommen. „Viel zu aufwendig, man hätte dem Bären ja nicht einfach einen Luftballon in die Hand drücken können.“

Schützenwesen hat lange Tradition

Das Schützenwesen hat eine lange Tradition. Vereine in heutiger Form entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Schützengilden gab es bereits im 12. Jahrhundert, wie Urkunden zu entnehmen ist. Im Vergleich sind die drei Ladberger Schützenvereine noch jung. Hölter wurde 1920 gegründet, Overbeck 1930 und Wester 1932.

Was Rüdiger Lübben an diesen Vereinen gefällt, ist die Pflege von Traditionen neben dem sportlichen Schießen. „Sie beleben das Leben im Ort in erheblichem Maße und sind mit ihren traditionellen Veranstaltungen aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken.“ Der 18. Bärenfest-Bär soll dieses Wesen dokumentieren und in gewisser Weise die drei Vereine ehren.

Auch der „Ladberger Schütze“ ist von seiner Aufmachung her alles andere als ein Bär von der Stange. Epauletten und Schnüre sind von Hand gestickt. „Maschinell wird nur der Zuschnitt gemacht, der ganze Rest ist Handarbeit“, beschreibt Rüdiger Lübben den Aufwand, der für jedes Exemplar erforderlich ist.

Die Entscheidung, welches Motiv gewählt wird, fällt im Februar auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Dort trifft sich der Ladberger mit den Vertretern der Firma Hermann-Spielwaren. Nach seinem Wissen das einzige Unternehmen in Deutschland, bei dem noch in diesem Stil Teddybären von Hand gefertigt werden.

Den Schützen-Bär sieht er als Hommage an die lange Tradition des Schützenwesens. Zugleich ist der „Ladberger Schütze“ für ihn eine Referenz an die drei Schützenvereine im Dorf und deren vielfältigen Einsatz für ein lebendiges Leben in Ladbergen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4871024?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F