Di., 12.09.2017

Umfrage zur Bundestagswahl „Nicht nur im Wahlkampf aktiv sein“

Die Bürger haben die Wahl: Am Sonntag, 24. September, stimmen sie über die Besetzung des Bundestags ab. Die Westfälischen Nachrichten haben Einwohner von Ladbergen nach ihren Meinungen zu verschiedenen Themen gefragt.

Die Bürger haben die Wahl: Am Sonntag, 24. September, stimmen sie über die Besetzung des Bundestags ab. Die Westfälischen Nachrichten haben Einwohner von Ladbergen nach ihren Meinungen zu verschiedenen Themen gefragt. Foto: Anne Eckrodt

ladbergen - 

Am 24. September ist es so weit: Die Bundestagswahl entscheidet über die Regierung für die nächsten vier Jahre. Was ist den Menschen aus dem Heidedorf wichtig und wie empfinden sie den Wahlkampf? Die WN haben nachgefragt.

Von Luca Pals

Am 24. September ist es so weit: Die Bundestagswahl entscheidet über die Regierung für die nächsten vier Jahre. Angela Merkel oder Martin Schulz? Welche Richtung schlägt Deutschland in Themen wie der inneren Sicherheit, den europäischen Fragen der EU oder der Flüchtlingskrise ein? Und wie sieht es in Ladbergen aus? Was ist den Menschen aus dem Heidedorf wichtig und wie empfinden sie den Wahlkampf? Die WN haben nachgefragt:

„Natürlich gehe ich wählen, das ist meine Bürgerpflicht“, erklärt Günther Schröer aus Ladbergen. So oder so ähnlich sieht es jeder Befragte im Heidedorf: Wählen, das ist klar, ist ein Muss zur demokratischen Teilhabe.

Wen die Bürger wählen, das ist bei vielen nicht ganz klar. Burkhard Schröder sagt etwa: „Ich weiß ganz genau, wen ich wähle. Ich schaue mir viele Debatten im Fernsehen an, wir treffen uns öfter im Dorfladen. Dabei diskutieren wir auch über Politik“.

Marcel Dermann, 19 Jahre und damit Erstwähler, meint: „Ich weiß die Richtung, die ich wählen werde - aber noch nicht zu 100 Prozent die Partei.“ Ihm ist die Diskussion sehr wichtig, ebenso wie Heinz Schmitte: „Meine Meinung bilde ich über Medien, aber auch über den Meinungsaustausch. Dazu kommt der gesunde Sachverstand.“

Und die Plakate? „Ich sehe die Plakate, meine Meinung ändern sie nicht“, meint Ursula Ehmann und spricht das aus, was offenbar auch viele andere denken: Alle Befragten haben nichts für die Wahlwerbung im Dorf übrig. Andreas Will meint: „Die Parteien müssen die Plakate aufhängen. Sie müssen präsent sein, ändern wird es dennoch nichts“, und Fritz Luhbahn findet: „Das ist unnötiges Geldausgeben. Die Natur sieht ohne Plakate auch viel schöner aus.“ Burkhard Schröder zeigt sich der gleichen Meinung: „Das Geld kann man viel lieber spenden.“

Plakate sind das eine, das andere sind die Themen: Was ist Ladbergern wichtig?

„Der Umweltschutz und die soziale Gerechtigkeitsfrage: Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, Leiharbeit muss beendet werden. Bei der Diesel-Affäre merkt man: für Wachstum leidet die Natur“, äußert sich Heinz Schmitte zu seinen Herzensthemen. Auch eine weitere Bewohnerin des Dorfes meint: „Gerechtigkeit ist mir wichtig: Leute, die arbeiten, sollen davon leben können. Andersherum dürfen andere für wenig Arbeit nicht in Saus und Braus leben können.“

Die Wichtigkeit der Themen variiert: Für Polizist Andreas Will ist die Innere Sicherheit besonders wichtig, dazu die Flüchtlingsfrage: „Ich war damals damit einverstanden, aber im Nachhinein sind wir damit blauäugig umgegangen. Es bräuchte Regeln für die ganze EU.“ So sieht es auch Günther Schröer: „Bei Flüchtlingen wollen alle etwas anderes.“

Das Thema ist auch dem Rentner Burkhard Schröder wichtig: „Das soll vernünftig geregelt werden. Viele sind nur Reisende, deren Ausreise verschnellert werden sollte.“ Gefährder schneller abschieben: ein Thema, das bei den Ladbergern nicht besonders wichtig ist. Grund vielleicht: die ländliche Gegend, die nicht den Anreiz für Gefahr bietet.

Bundespolitik auf dem Land – anders als in der Stadt? Diese Frage spaltet die Befragten: „Im Dorf ist ein anderes Klima, unsere Gemeinde macht das sehr gut . Die große Politik muss aber für alle da sein, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt“, meint Fritz Luhbahn und Frau Meiners sagt: „Ich denke schon, das die Probleme gleich behandelt werden. Ich fühle mich auf dem Land auch verstanden.“ Eine andere Dame erklärt: „Nein, auf dem Land ist es den Politikern nicht so wichtig. Hier sind nicht so viele Wähler.“

Anpacken auf dem Land: ein Kritikpunkt, den mehrere Bürger nennen. Und was stört noch? „Sie sollen nicht nur im Wahlkampf aktiv sein“, meint Frau Meiners, Fritz Lubahn fordert: „Versprechungen müssen auch eingehalten werden - zum Wohle des Volkes und nicht der eigenen Person.“

Viele unterschiedliche Meinungen, eine Bandbreite an Themen – die Ladberger Befragten sind sich einig: Politik ist wichtig, wählen auch.

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