Do., 12.10.2017

Erfolgreiche Sammelaktion Mit alten Handys helfen

Reiche Ausbeute: Pfarrer Ingo Göldner, Ingo Kielmann von der Marketing-Initiative „Nu män tou!“ und Günter Struck (von links) stellen gestern das Ergebnis der Handysammelaktion vor.

Reiche Ausbeute: Pfarrer Ingo Göldner, Ingo Kielmann von der Marketing-Initiative „Nu män tou!“ und Günter Struck (von links) stellen gestern das Ergebnis der Handysammelaktion vor. Foto: Sigmar Teuber

Ladbergen - 

Die Gemeinde hat sich im Rahmen der Fairen Woche sehr erfolgreich an der „Handyaktion NRW“ des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen und dessen Partnern beteiligt. Mit dem Erlös der Veranstaltung sollen Menschenrechts-Projekte von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission unterstützt werden.

Von Sigmar Teuber

Was für eine Ausbeute! Nicht einen Sammelkarton, nicht einen zweiten, gleich drei Kartons voller gebrauchter Handys haben Ingo Kielmann, Pfarrer Ingo Göldner und der Pfarrer im Ruhestand Günter Struck vorzuweisen. Die haben sie mit Hilfe der Bürger nicht etwa gehortet, weil sie Sammler alter Elektronik wären. Die Gemeinde hat sich im Rahmen der Fairen Woche an der „Handyaktion NRW“ des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen und dessen Partnern beteiligt. Mit dem Erlös der Veranstaltung sollen Menschenrechts-Projekte von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission unterstützt werden (WN, 24. August).

Alte Handys, berichtet Ingo Kielmann, seien wahre Schatzkisten. Sie enthielten wertvolle Metalle wie Gold, Silber oder Platin, deren Abbau in anderen Regionen der Erde oft mit großen Problemen für Menschen und Umwelt verbunden sei: Große Flächen würden für ihre Gewinnung zerstört und Menschen würden vertrieben. Die Arbeit in den Minen sei häufig gefährlich, der Lohn gering und Kinderarbeit sei keine Seltenheit. „Umso wichtiger ist es, dass Mobiltelefone lange genutzt werden und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern recycelt werden. So können Rohstoffe zurückgewonnen werden, und auch der illegale Export von Elektroschrott in Länder des Südens wird vermieden.

Wie geht es weiter mit den vielen in Ladbergen und anderswo gesammelten Handys? „Alle werden mit Hilfe der Telekom fachgerecht recycelt oder, wenn sie noch verwendbar sind, nach einer professionellen Datenlöschung weiter verwendet“, sagt Günter Struck.

Maßgeblich involviert in die „Handyaktion NRW“, sagt Ingo Göldner, sei der auch in Ladbergen nicht unbekannte Geistliche Dr. Jean Gottfried Mutombo. Rund sechs Jahre lang war Mutombo „ein wichtiger Teil des Amtes für missionarische Dienste der evangelischen Kirche von Westfalen in Dortmund“, bescheinigt dieses dem Pfarrer. Als Gastpfarrer aus der Demokratischen Republik Kongo war er in vielen Gemeinden zu Besuch. „Jean Gottfried Mutombo ist mit den Verhältnissen in den Metallabbau-Regionen vertraut und hat uns viel davon berichtet“, so Ingo Göldner.

Die Handysammelaktion war nach einer Info-Kampagne zu fair gehandelten Produkten 2016 die zweite Veranstaltung im Rahmen der Fairen Woche, sie soll aber nicht die letzte sein.

„Alle zwei Jahre wird geprüft, ob wir den Titel der ,Fair-Trade-Gemeinde’ weiter führen und das Fair-Trade-Siegel behalten dürfen“, erklärt Ingo Kielmann. Dazu werde der Nachweis zu diesem Thema durchgeführter Aktionen benötigt. In Ladbergen sei er glücklicherweise nicht schwer zu führen: „Hier machen alle mit, die Gemeinde, die Kirchen, der Gemeindesportverband . . .“, freut sich Kielmann, und sagt allen Beteiligten „Danke“..

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